Luis Diaz

Stand: 16.03.2026 • 18:05 Uhr

Der FC Bayern will Luis Diaz nach der Gelb-Roten Karte im Spiel bei Bayer Leverkusen vor einer Sperre bewahren. Doch der DFB lehnt den Protest ab. Somit müssen die Münchner gegen Union Berlin auf Diaz verzichten.

Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes hat den Einspruch des FC Bayern München gegen die Gelb-Rote Karte für Luis Diaz im Bundesligaspiel bei Bayer Leverkusen (1:1) abgeschmettert. Der Protest des Rekordmeisters wurde „im Einzelrichterverfahren als unbegründet verworfen“, teilte der DFB mit.

Diaz gegen Union gesperrt

Damit ist Diaz im nächsten Spiel des Tabellenführers gegen den 1. FC Union Berlin am kommenden Samstag gesperrt. Die Münchner können gegen dieses Urteil innerhalb von 24 Stunden beim Sportgericht allerdings noch einmal Einspruch einlegen.

„Dass die Entscheidung des Schiedsrichters unter Berücksichtigung der Fernsehbilder wahrscheinlich so nicht erfolgt wäre, ist für die sportgerichtliche Wertung nicht erheblich. Entscheidend ist, dass sich der Vorgang als Tatsachenentscheidung darstellt, die nur dann korrigiert werden kann, wenn sie gravierend, offenkundig und ohne jeden Zweifel objektiv unrichtig ist. Das ist hier nicht der Fall“, begründete Stephan Oberholz, Chef des DFB-Sportgerichts, die Entscheidung.

Gelb-Rot zieht hitzige Debatte nach sich

Schiedsrichter Christian Dingert hatte den Platzverweis für Diaz nach der Partie als Fehler bezeichnet. „Wenn ich jetzt die Bilder sehe, würde ich das so nicht mehr geben“, sagte der 45-Jährige zur zweiten Gelben Karte für den Bayern-Stürmer wegen einer vermeintlichen Schwalbe.

Die Bayern hatten deshalb im Nachgang heftige Kritik an den Unparteiischen geübt. „Das ist die schlechteste Leistung eines Schiedsrichter-Teams, die ich je bei einem Bundesligaspiel erlebt habe“, schimpfte Ehrenpräsident Uli Hoeneß in der „Bild“-Zeitung. Und Vorstandschef Jan-Christian Dreesen forderte via Sky vom DFB, „das Niveau der Leistungen seiner Schiedsrichter zu verbessern“.

Zwei Spiele Sperre für Jackson

Auch auf Nicolas Jackson muss der Rekordmeister in der Bundesliga zunächst verzichten. Der Stürmer hatte am Samstag bei Bayer Leverkusen in der 42. Minute die Rote Karte gesehen und wurde am Montag durch den Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) „wegen eines rohen Spiels“ für die nächsten zwei Ligapartien gesperrt. Das Urteil ist rechtskräftig.

Jackson steht dem Spitzenreiter damit sowohl am Samstag gegen Union Berlin als auch nach der Länderspielpause beim SC Freiburg (4. April) nicht zur Verfügung. Der Senegalese hatte in Leverkusen zunächst nur die Gelbe Karte gesehen, nachdem er Bayer-Angreifer Martin Terrier heftig auf den Knöchel gestiegen war. Nach einem Hinweis des VAR und kurzer Ansicht der Bilder stellte Schiedsrichter Christian Dingert Jackson dann aber doch vom Platz.

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Quelle: BR24Sport im Radio 16.03.2026 – 14:54 Uhr

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