Am 15. März 2026, gegen 9 Uhr, fand eine Streife des Stadtpolizeikommandos Innsbruck im Treppenhaus eines Mehrparteienhauses eine männliche und eine weibliche Leiche auf. Nach ersten Erkenntnissen handelt es sich dabei um ein Ehepaar. Bisher geht man davon aus, dass der 31-jährige Ehemann seine 37-jährige Ehefrau mit einem Küchenmesser erstochen hat. Danach tötete er sich selbst.
Hätte man das Opfer besser schützen können?
Möglicherweise hatte sich die Gewalttat angekündigt. Bereits am Vortag soll die Ehefrau gegen ihren Ehemann Anzeige erstattet haben, da dieser sie mehrmals geschlagen bzw. bedroht haben soll. Der 31-Jährige bestritt die Taten jedoch vehement. Nach Aufnahme der Anzeige wurde gegen den Ehemann seitens der Beamten ein Betretungs- und Annäherungsverbot ausgesprochen.
Die Polizei geht davon aus, dass der Ehemann zur Wohnadresse zurückgekehrt ist und in weiterer Folge die Wohnungstür gewaltsam geöffnet hat. Aufgrund der Auffindesituation der beiden Leichen ist anzunehmen, dass die Gattin flüchten wollte, woraufhin ihr der Ehemann gefolgt sein dürfte und zuerst sie und in weiterer Folge sich selbst getötet haben dürfte. Es bedürfe jedoch noch weitere Ermittlungen.
Fast täglich stirbt eine Frau in Deutschland
Nicht nur in Österreich, auch in Deutschland werden Frauen fast täglich Opfer von Gewalt – auch tödlicher Gewalt. Opferzahlen: Laut Statista wurden im Jahr 2023 insgesamt 938 Frauen und Mädchen als Opfer von (versuchten und vollendeten) Femiziden polizeilich erfasst. Dies stellt einen Anstieg im Vergleich zu den Vorjahren dar. 360 Frauen und Mädchen überlebten nicht. Polizei und Behörden sind häufig machtlos, wenn es darum geht, Femizide zu vermeiden.
Veronika Hartmann
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