
In Österreichs Obstsammlungen sind rund 1.600 Apfelsorten vorhanden.
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Rupert Pessl
17 Obstsammlungen in ganz Österreich haben sich zusammengeschlossen und gemeinsam heimische Obstsorten untersucht. Von rund 2.500 dokumentierten Sorten in den Sammlungen seien 74 Prozent existenzbedroht beziehungsweise stark gefährdet, informiert der in Schiltern (Bezirk Krems-Land) ansässige Verein Arche Noah, der Teil der Initiative ist. Als Ziel habe sich der Zusammenschluss die Absicherung aller österreichischen Sorten bis ins Jahr 2035 gesetzt.
8.000 Tonnen Obst wurden von 17 österreichischen, sowohl privaten als auch öffentlichen, Obstsammlungen untersucht, um die aktuelle Lage der heimischen Obstvielfalt Bescheid zu wissen. „Wir haben Proben entnommen, einen genetischen Fingerprint erstellt und in 17 Sammlungen insgesamt 2.506 Obstsorten gefunden. Das ist eine große Anzahl an Sorten, die sich genetisch unterscheiden“, erklärt Manuela Friedler, Leiterin des „Arche Noah“-Obstteams. Der Verein aus Schiltern (Bezirk Krems-Land) zählt zu den 17 Sammlungen, die am Dienstag einen gemeinsam erstellten Zustandsbericht zur heimischen Obstvielfalt vorgelegt haben.