Die Nominierung für die Länderspiele gegen die Schweiz (27. März, 20.45 Uhr) und Ghana (30. März, 20.45 Uhr) steht vor der Tür. Und im „Kicker“-Interview hatte Bundestrainer Julian Nagelsmann kürzlich die ein oder andere Überraschung angekündigt. Schon jetzt ist klar: Es wird große Diskussionen geben. Denn Nagelsmanns Personalentscheidungen dürften kontrovers werden.
So auch bei Kevin Schade. Denn eigentlich bringt er alles mit, um dabei zu sein: Eine tolle Entwicklung, eine tolle Form, tolle Statistiken und ein Spielerprofil, das es so beim DFB nicht zu Genüge gibt. Und doch hat Schade unter Nagelsmann einen schweren Stand.
DFB-Star Schade greift in England nach historischem Coup
Seit nunmehr dreieinhalb Jahren kickt der gebürtige Potsdamer beim FC Brentford in der englischen Premier League. Schade, der vor allem über seine Dynamik, seine Schnelligkeit und sein Dribbling kommt, legte in den vergangenen Jahren eine starke Entwicklung hin und ist mittlerweile einer der wichtigsten Spieler bei den „Bees“.
In der laufenden Saison kommt er auf zehn Torbeteiligungen und trägt so einen großen Anteil zur tollen Saison von Brentford bei. Denn der Klub aus dem gleichnamigen Londoner Stadtteil klopft an die europäische Pforte an. Die Qualifikation für das internationale Geschäft rückt immer näher.
++ Julian Nagelsmann teilt Entscheidung mit: Es geht um einen umstrittenen DFB-Star ++
Gemeinsam mit seinen Teamkollegen wirbelt er die Premier League auf und könnte für Historisches sorgen: Der FC Brentford hat noch nie ein Spiel auf der internationalen Bühne absolviert. Es könnte die beste Erstliga-Platzierung seit 1938(!!) werden.
Lässt Nagelsmann ihn zu Hause?
Für die deutsche Nationalmannschaft und die WM wird es aber wohl trotzdem eng. Zwar hat er schon fünf Länderspiele und war auch bei der letzten Abstellungsperiode im DFB-Kader, doch Schade fliegt noch immer unter dem Radar. Andere Akteure, die gar in der Bundesliga spielen oder länger gespielt haben, wie ein Serge Gnabry, Leroy Sané oder Karim Adeyemi, scheinen die Nase dennoch vorn zu haben. Obwohl Schade zu den besten Flügelstürmern der Premier League gehört.
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Und – das gehört eben auch zur Wahrheit – die Konkurrenz ist eben enorm groß. Jamal Musiala und Florian Wirtz sind gesetzt. Darüber hinaus hat Nagelsmann mit den drei genannten Akteuren und Jamie Leweling, Lennart Karl, Said El Mala und Brajan Gruda weitere Top-Alternativen. Dennoch hätte es Schade mehr als verdient, dabei zu sein. Gegen Ghana und die Schweiz und bei der WM.