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Koh Phangan (Thailand) – 2021 warf er das „Asozial“ aus seinem Künstlernamen. Zuletzt flogen Rapper Finch (35) trotzdem solche Vorwürfe um die Ohren. Der scheinbar banale Auslöser: sein zeitweiliges Instagram-Profilbild – denn das zeigte einen Stalker. Erst wehrte sich der Musiker, nun lenkt er ein.
„Ich habe echt lange darüber nachgedacht, ob ich das Thema mal anschneide – eigentlich hatte ich keinen Bock darauf“, sagte Nils Wehowsky, so sein eigentlicher Name, in einem inzwischen entfernten Clip. „Aber gefühlt wird es gerade größer gemacht, als es ist.“ Mit dem Statement meldete er sich aus dem Thailand-Urlaub.

Keine Urlaubsgrüße: Finch reagierte zunächst empört auf die Kritik an seinem Verhalten
Foto: instagram/finch
Stalker als Instagram-Profilbild
Finch zufolge habe er vor vier Wochen das Bild hochgeladen. Darauf zu sehen: der Stalker, der Internet-Star HoneyPuu (26, bürgerlich Isabell Schneider) seit anderthalb Jahren über Social Media terrorisiert. Seine Entscheidung habe allerdings nichts mit dem Fall zu tun. Die Profile des Mannes habe er schon lange vorher gekannt.
Seinen Kritikern unterstellte er: „Ihr wollt hier so eine Alibi-feministische Aktion machen.“ Ihnen ginge es weder um HoneyPuu noch um den Stalker, der psychisch labil wirkt: „Warum bietet ihr dem Menschen denn nicht mal Hilfe an?“ Allerdings spottete er Anfang März in einem mittlerweile gelöschten Instagram-Clip selbst über den Täter. „Es ist passiert: Der schönste Tag meines Lebens“, sagte er darin und blendete den Stalker ein, der wirr über Finch sprach.

„Er hat mich wahrgenommen“, schrieb der Rapper schwärmerisch-spöttisch auf Instagram, weil der Stalker auf ihn reagiert hat. Der Post ist mittlerweile gelöscht
Foto: instagram/finch
Rapper Finch wollte nicht schuld sein
Auf Instagram hat der Rapper eine Million Follower. Die Vorwürfe, dem Täter Reichweite verschafft zu haben, wies er zurück. Für ihn ändere es nichts, „ob ich ihn als Profilbild habe oder nicht.“ Stalking verurteile er natürlich. Schuld sehe er dagegen bei anderen Influencern, die für Klicks auf alles Mögliche reagieren, und deren Fans: „Ihr habt alle genauso Dreck am Stecken!“
Späte Bitte um Entschuldigung
Kurz darauf folgte im nächsten Clip die Kehrtwende: Er gestand, nicht lange nachgedacht, sondern sofort die Fäuste hochgenommen zu haben. „Manchmal braucht es Leute aus dem privaten Umfeld, die einem den Kopf waschen“, erklärt er seinen Kurswechsel. „Es tut mir leid. Aufrichtig. Ich stehe für meinen Fehler ein.“ Das Thema wolle er nicht weiter befeuern.