Newsblog zum Krieg in der Ukraine

Ukraine zerstört für russische Armee wichtiges Treibstofflager

Aktualisiert am 18.03.2026 – 14:02 UhrLesedauer: 7 Min.

Ein brennendes Öllager in Russland. In Armavir in Krasnodar ist ein Terminal nach einem ukrainischen Angriff in Flammen aufgegangen. (Symbolbild)Vergrößern des Bildes

Ein brennendes Öllager in Russland (Symbolbild): In Armavir in Krasnodar ist ein Terminal nach einem ukrainischen Angriff in Flammen aufgegangen. (Quelle: IMAGO/Roman Sokolov/imago)

Russland spricht erstmals offen über die Gefahr der ukrainischen Drohnen. In den annektierten ukrainischen Gebieten sollen in 20 Jahren Tausende Russen leben. Alle Entwicklungen im Newsblog.

Ein ukrainischer Angriff auf ein wichtiges Öldepot in der russischen Region Krasnodar am Montag führte aktuellen Informationen zufolge zur nahezu vollständigen Zerstörung des Tanklagers. Das berichtet die „Kyivpost“ unter Berufung auf das Nachrichtenportal „Astra“. In der Anlage sei ein Großbrand ausgebrochen, nachdem dort vier Drohnen eingeschlagen waren. Infolgedessen brannten 18 der 20 Lagertanks – darunter 9 Benzin- und 9 Dieseltanks – sowie 7 Treibstofftanker ab.

Das Depot soll eins der größten der Region sein und über eine Lagerkapazität von 9.000 Kubikmetern verfügen. Die Region Krasnodar gilt als wichtiger Logistikknotenpunkt des russischen Militärs. Die Öldepots dienen den Truppen in der Südukraine als „Tankstellen“, schreibt die „Kyivpost“.

Russische Behörden planen, bis 2045 fast 114.000 Russen in den besetzten ukrainischen Gebieten in Donezk, Luhansk, Saporischschja und Cherson anzusiedeln. Das berichtet die russische Zeitung „Vedomosti“ unter Berufung auf Pläne der russischen Bank für Außenwirtschaft und des Instituts für Raumplanung.

Insgesamt wurden demnach 15 Masterpläne und 10 Raumplanungsprojekte für die Volksrepubliken Donezk und Luhansk sowie die Gebiete Saporischschja und Cherson erstellt. Die Bank versicherte, in den Gebieten über 13 Millionen Quadratmeter Wohnraum, mehr als 140 Kindergärten, Dutzende Schulen und etwa hundert medizinische Einrichtungen zu bauen.

Bei einem ukrainischen Drohnenangriff in der südrussischen Region Krasnodar ist nach Angaben des russischen Regionalgouverneurs eine Person getötet worden. Bei dem Angriff auf Wohngebäude seien drei Häuser beschädigt worden, erklärte Regionalgouverneur Weniamin Kondratjew am Mittwoch im Onlinedienst Telegram. In einer Wohnung sei ein Feuer ausgebrochen, das schnell gelöscht werden konnte.

Russland hat in seiner seit mehr als vier Jahren andauernden Offensive in der Ukraine immer wieder die Energieinfrastruktur des Landes angegriffen. Als Reaktion auf die Attacken flog die Ukraine wiederholt Drohnenangriffe auf russisches Territorium.

Der Sekretär des russischen nationalen Sicherheitsrats, Sergej Schoigu, räumt ein, dass ukrainische Angriffe im russischen Hinterland zu einem immer größeren Problem werden. Die Entwicklung der Kampfmittel, in erster Linie Drohnen, und die Raffiniertheit ihrer Einsatzmethoden seien so, dass sich keine Region Russlands sicher fühlen könne, sagte der Ex-Verteidigungsminister russischen Agenturen zufolge in der Millionenstadt Jekaterinburg im Ostteil des Uralgebirges. Noch vor Kurzem sei der Ural für Angriffe aus der Luft von ukrainischem Territorium aus unerreichbar gewesen, heute befinde er sich in der Zone unmittelbarer Bedrohung.