Als wäre die Dramaturgie des packenden ÖFB-Cup-Halbfinals zwischen der SV Oberbank Ried und dem LASK (1:2 nach Verlängerung, siehe SPIELBERICHT) nicht genug gewesen, schraubten sich nach Spielende die Emotionen in ungeahnte Höhen. Im Rampenlicht stand dabei Didi Kühbauer, der seinem Gegenüber Maximilian Senft den Handshake verweigerte, sich hinterher mit der Fangemeinde der Wikinger anlegte und infolgedessen einige Bierduschen von den Rängen abbekam. Dazu der Stimmungsbericht der Stahlstädter!

kuehbauer dietmar lask in ried pk 18 03 2026 lb photo lukas biereder

Hatte trotz Finaleinzugs einen Blutdruck deutlich über dem Idealbereich: Didi Kühbauer.

„…kein Zurück mehr“ 

„Ein Handshake wird nie mehr stattfinden, das traue ich mich heute schon sagen“, betonte der 54-Jährige auf der Pressekonferenz im Nachhinein. Senft habe seine Mannschaft zu einer Rudelbildung aufgefordert, woraufhin sich der Linzer Cheftrainer „schockiert“ zeigte. „Da gibt es auch kein Zurück mehr“, so der Burgenländer weiter.

Der Pokal-Gewinner der Vorsaison fasste die Chronologie der Geschehnisse der letzten Wochen zusammen: Dies fing beim Vorwurfs Senfts an, Trainingsspionage betrieben zu haben, indem der LASK-Teammanager auf der Laufbahn der Innviertler unterwegs gewesen sein soll. Kühbauer habe „noch nie einen meiner Mitarbeiter auf einen anderen Platz geschickt. Ich finde das nicht in Ordnung, wenn es einer macht.“

Es folgten die Aktion mit dem brennenden Fanschal im Video mit Rieds Präsident Gahleitner – für den LASK-Coach „sinnbefreit“ – und die Diskussion um die Absage des ersten Cup-Termins vor zwei Wochen. Zwar wollte der Übungsleiter nicht von „Hass“ sprechen, doch werde man in Ried „teilweise mit Beleidigungen überhäuft“.

Nach Spielende verhinderten SVR-Kapitän Leitner und Sportchef Fiala, dass in Richtung Feld stürmende und teils vermummte Fans der Wikinger Kühbauers Interview crashten (siehe VIDEO).

jubel kacavenda kalajzdic lask in ried 18 03 2026 lb photo lukas biereder

Freudestrahlende Gesichter bei Kalajdzic und Kacavenda.

Stahlstädter stolz auf sich

Mit dem sportlichen Ausgang des Semifinals zeigte sich Kühbauer „natürlich super happy“, wenngleich es „sicher nicht unser bestes Spiel war“. Auch Teamrückkehrer Kalajdzic war „stolz auf die Mannschaft“. Am 1. Mai geht es für die Titel- und Doubleanwärter in Klagenfurt gegen den SCR Altach um den historisch zweiten Pokal-Triumph, den ersten seit 61 Jahren.

Siehe auch:

Videos bzw. Statement-Quelle: Julian Biereder/Ligaportal und PK
Fotocredit: lb-photo.com / Lukas Biereder