Wien-Alsergrund, Dienstagnachmittag: Ein Einsturz auf einer Baustelle fordert vier Todesopfer – die Hintergründe werden noch untersucht.
Auf einer Baustelle in Wien-Alsergrund kam es am Dienstagnachmittag zu einem schweren Unglück: Ein Baugerüst und eine Schalung brachen zusammen, mehrere Arbeiter wurden unter den Trümmern begraben. Vier von ihnen überlebten den Einsturz nicht – ihre Leichen wurden aus den Trümmern geborgen.
Vier Tote bei schwerem Arbeitsunfall in Alsergrund: Polizeisprecher Philipp Haßlinger bestätigt im Interview die tragische Bilanz des Einsatzes. Einsatzkräfte weiterhin vor Ort. #wien #polizei #w1703 pic.twitter.com/HSao0v5AoY
— Esterreicherr (@Esterreicherr) March 17, 2026
Ein fünfter Arbeiter zog sich schwere Verletzungen zu und befindet sich nach wie vor in stationärer Behandlung in einem Wiener Krankenhaus. Die Einsatzkräfte waren mit rund 120 Personen und etwa 30 Fahrzeugen von Feuerwehr und Katastrophenschutz vor Ort. Stundenlang arbeiteten sie daran, die Verschütteten zu befreien – nach etwa drei Stunden war der Einsatz beendet.
Ursache und Opfer
Wie ein Sprecher der Wiener Feuerwehr mitteilte, dürfte ein Defekt am Baugerüst den Zusammenbruch der Schalung verursacht haben. Die genauen Hintergründe sind jedoch noch nicht abschließend geklärt und werden derzeit behördlich untersucht.
Die Botschaft der Republik Kosovo in Österreich bestätigte zunächst die Identität von Pajtim B. (geb. 1990) und Asllan M. (geb. 1977) als kosovarische Staatsbürger. Später wurde auch das dritte Opfer, Istref Z., offiziell bestätigt. Das vierte Opfer soll aus Bosnien stammen, eine offizielle Bestätigung steht jedoch noch aus.
In einer Stellungnahme teilte die Botschaft mit, sie stehe in engem Kontakt mit den österreichischen Behörden sowie mit den Familien der Betroffenen. Ziel sei es, die Aufklärung des Vorfalls zu begleiten und die Angehörigen bestmöglich zu unterstützen. Gleichzeitig sprach die Vertretung den Hinterbliebenen ihr Beileid aus.
Auch aus dem Kosovo selbst kamen Reaktionen. Der Bürgermeister von Skenderaj, Sami Lushtaku, äußerte sich in einem Facebook-Beitrag bestürzt über den Tod der Arbeiter. Besonders gedachte er Pajtim Bajrami, der aus dem Ort Klina e Poshtme stammte, und sprach auch den Familien der weiteren Opfer sein Mitgefühl aus.