Am Freitagabend (19:30 Uhr, live im Ligaportal-Ticker) kommt es in Graz-Liebenau zum Spitzenspiel zwischen dem SK Sturm Graz und dem FC Red Bull Salzburg – ein Aufeinandertreffen, das in den vergangenen Jahren regelmäßig die Kräfteverhältnisse an der Spitze der Bundesliga widerspiegelt. Seit der Saison 2021/22 standen beide Klubs immer ganz oben, auch diesmal treffen Meister und Vizemeister aufeinander.

Sturm seit vier Spielen gegen die Bullen ungeschlagen

Sturm geht mit Rückenwind in die Partie. Der 5:2-Erfolg bei der FK Austria Wien hat die Tabellenführung gefestigt, aktuell beträgt der Vorsprung drei Punkte. Dazu kommt eine stabile Form: Vier Ligaspiele in Serie ohne Niederlage und eine makellose Heimbilanz im Jahr 2026. Gerade in Liebenau gelingt es den Grazern aktuell, Spiele früh zu kontrollieren und über ihr intensives Pressing Druck aufzubauen. Im Herbst hatte dies noch ganz anders ausgesehen. 

Auffällig ist vor allem die Effizienz im letzten Drittel – ein Faktor, der zuletzt den Unterschied gemacht hat. Otar Kiteishvili bringt genau diese Durchschlagskraft ein. Zwölf Saisontore sind kein Zufall, sondern das Resultat davon, dass Sturm viele Angriffe sauber zu Ende spielt und häufiger in zentrale Abschlusszonen kommt als noch im Herbst.

Salzburg reist dagegen mit einer ungewohnten Problematik an: Seit vier Bundesliga-Spielen ohne Tor. 360 Minuten ohne Treffer sind für die Offensive der „Bullen“ ein klarer Ausreißer nach unten. Der Grund liegt weniger an fehlender Qualität, sondern eher an der Chancenverwertung.

Die Grazer sind seit vier Duellen gegen Salzburg ungeschlagen (drei Siege, ein Remis) – auch das Hinspiel in Salzburg ging mit 2:0 an die Schwarz-Weißen aus der Murstadt.

Personell gibt es auf beiden Seiten Einschränkungen: Bei Sturm fehlt Paul Koller wegen einer Rotsperre, dazu fällt Belmin Beganović verletzt aus. 

Trainer Fabio Ingolitsch setzt dennoch auf das, was zuletzt funktioniert hat: „Wir wollen morgen unser Leistungsmaximum auf den Platz bringen. Es wird darum gehen die Selbstsicherheit, die wir uns in den letzten Spielen aufgebaut haben auch in diese Begegnung mitnehmen. Wir wissen, wer wir sind und können uns morgen darauf verlassen, dass wir mit den Fans im Rücken nicht zu elft, sondern zu zwölft auf den Platz gehen.“

Siehe auch: 

Baumis Bundesliga-Expertentipp für Rd. 24: Drei Remis, zwei Heimsiege und ein Auswärtsdreier

Foto: GEPA ADMIRAL