Krisengipfel in Wien-Hütteldorf. Sowohl der vor der Partie Rangsiebente SK Rapid als auch der Tabellenneunte Wolfsberger AC bangen um die Meistergruppen-Teilnahme. Beide nicht gerade vor Selbstvertrauen strotzend. Das Wolfsrudel unter Neo-Cheftrainer Ismail Atalan auswärts noch ohne Beutefang (4N), während die Grün-Weißen wettbewerbsübergreifend seit 12 (!) Pflichtpartien auf einen Sieg (4U, 8N) warteten und aus den vergangenen sieben BL-Partien nur drei Punkte (3U, 4N) holten. Doch die Unserie der Rapidler hat ein Ende, weil die Joker Seidl & Nunoo beim 2:0 (0:0)-Arbeitssieg stachen. Siehe auch SK Rapid-Fanboykott!

Blieb zunächst auf der Bank, um dann nach seiner Einwechslung in der 46. Minute hernach als Joker zu stechen: Kapitän Matthias Seidl. Der damit nicht nur Neo-Cheftrainer Johannes Hoff Thorup den ersten Sieg beschert, sondern auch dem SK Rapid nach wettbewerbsübergreifend 12 Pflichtpartien. Der Treffer entsprang im übrigen einer Co-Produktion zweier Joker, denn auch Assistgeber Nosa Dahl war erst eingewechselt worden. Und der dritte Joker im Bunde – der 19-jährige Daniel Nunoo – sorgte in der Nachspielzeit für den 2:0-Endstand.

Torlose erste Halbzeit

Die Begegnung zwischen dem SK Rapid und dem Wolfsberger AC begann mit einem hohen Tempo und vielen Aktionen auf beiden Seiten. Bereits in der Anfangsphase hatten die Gäste einige vielversprechende Möglichkeiten, doch die Abwehr der Hütteldorfer hielt stand. Besonders Tormann Niklas Hedl zeigte in dieser Phase eine starke Leistung und vereitelte mehrere Chancen der Wolfsberger. Die Hütteldorfer selbst kamen ebenfalls zu einigen Abschlüssen, konnten aber den gut positionierten WAC-Schlussmann Nikolas Polster nicht überwinden.

Die erste Halbzeit war generell geprägt von intensiven Zweikämpfen und einigen strittigen Entscheidungen, bei denen die Schiedsrichter unter der Leitung von Stefan Ebner gefordert waren. Trotz der Bemühungen beider Teams blieb es zur Halbzeit beim 0:0, was die Spannung für den zweiten Spielabschnitt erhöhte.

Entscheidung in der zweiten Halbzeit

In der zweiten Halbzeit drehte der SK Rapid ordentlich auf und setzte die Gäste aus Wolfsberg unter Druck. In der 72. Minute war es dann der in der 46. Minute eingewechselte Matthias Seidl, der nach einer schnellen Aktion und einem präzisen Zuspiel vom ebenfalls eingewechselten Petter Nosa Dahl, der erst ein paar Sekunden auf dem Platz war, das 1:0 für die Hütteldorfer erzielte. Der Jubel im Allianz Stadion war riesig, und die Rapidler nutzten den Schwung, um weiter Druck zu machen.

Der WAC versuchte daraufhin, den Ausgleich zu erzielen und hatte durch Angelo Gattermayer und Dejan Zukic Chancen, die jedoch nicht genutzt werden konnten. Kurz vor dem Spielende setzte der SK Rapid noch einen drauf. In der zweiten Minute der Nachspielzeit traf der 19-jährige, eingewechselte Daniel Nunoo nach einem brillanten Pass von Romeo Amane zum 2:0. Dieser Treffer besiegelte den so ersehnten Sieg der Gastgeber, die damit ihre Unserie stoppten und im Kampf um die Meistergruppe drei wichtige Punkte einfahren konnten. Die Grün-Weißen springen damit auf Rang sechs.

Der für den Tabellenneunten aus dem Lavanttal erst mal in Ferne rückt, bei zwei Runden vor Ende des Grunddurchganges vier Punkten Rückstand. Das Atalan-Team bemühte sich zwar bis zum Schluss, den Anschluss zu finden, aber die Abwehr der Rapidler hielt stand und blieb diesmal ohne Gegentor. In der Nachspielzeit ereignete sich noch eine unglückliche Kollision zwischen WAC-Torhüter Nikolas Polster und einem Mitspieler, die jedoch keine weiteren Auswirkungen auf das Spielgeschehen hatte.

Bundesliga-Saison 2025/26, Runde 20

Samstag, 21.02.2026, 17 Uhr, Allianz Stadion Wien-Hütteldorf, Z: 10.425, SR: Stefan Ebner/OÖ

SK Rapid vs. RZ Pellets WAC 2:0 (0:0)

SK Rapid (4-2-3-1): Hedl – Bolla, Cvetkovic, Raux-Yao, Ahoussou (62. Horn) – Amane, Grgic (82. Borkeeiet) – Wurmbrand (62. Nunoo), Weimann (K), Gulliksen (46. M. Seidl) – Kara (72. Dahl). Trainer: Johannes Hoff Thorup.

Wolfsberger AC (3-4-3): Polster – Baumgartner (K), Diabaté (46. Matić), N. Wimmer – Wohlmuth (87. Chukwu), Sulzner, Piesinger (80. Kujovic), Renner – Zukić, Kojzek (69. Gattermayer), Schöpf (80. Atanga). Trainer: Atalan Ismail.

Torfolge: 1:0 M. Seidl (73., Dahl), 2:0 Nunoo (90.+2)

Gelbe Karten: Wurmbrand (25., Foulspiel), Amane (56., Foulspiel) / Diabaté (26. Foulspiel), Zukić (88., Foulspiel)

SPIELFILM im Ligaportal-Liveticker

Fotocredit: lb-photo-Lukas Biereder