US-Präsident Donald Trump will wohl doch keine weiteren Soldaten für den Krieg gegen den Iran in den Nahen Osten entsenden. „Ich schicke nirgendwo Truppen hin“, sagt Trump im Weißen Haus vor der Presse auf eine entsprechende Frage. „Wenn ich es täte, würde ich es Ihnen sicher nicht sagen. Aber ich schicke keine Truppen.“

Die Äußerung steht im Widerspruch zu einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters vom Vortag, wonach die US-Regierung die Entsendung von Tausenden Soldaten zur Verstärkung des Einsatzes gegen den Iran erwägt. Reuters berief sich dabei auf einen US-Regierungsvertreter sowie drei mit der Angelegenheit vertraute Personen.

US-Präsident Donald Trump hat nach eigenen Angaben den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu aufgefordert, keine Energiefelder anzugreifen. Eine Stellungnahme Netanjahus liegt derzeit nicht vor. Er soll im Laufe des Abends eine eigene Pressekonferenz abhalten.

Israelische Angriffe auf den Libanon fordern nach dortigen Angaben mittlerweile mehr als 1.000 Tote. Wie das libanesische Gesundheitsministerium mitteilte, seien infolge der Angriffe 1.001 Menschen getötet und 2.584 verletzt worden. Die Angaben beziehen sich auf die Zeit seit Beginn des Iran-Kriegs und der damit verbundenen erneuten Eskalation im Libanon.

Im Video | Explosion: Luftschlag tötet fast Reporter

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Das US-Verteidigungsministerium will laut einem Bericht den Kongress um 200 Milliarden Dollar zur Finanzierung des Iran-Kriegs bitten. Verteidigungsminister Pete Hegseth sagte, die Summe könne sich noch ändern, betonte aber, Krieg koste Geld. Die Zeitung beruft sich auf mehrere Regierungsquellen. Damit läge die Forderung deutlich über bisherigen Schätzungen und sogar über dem gesamten bisherigen US-Beitrag für die Ukraine.

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat den Angriff der Vereinigten Staaten auf den Iran nicht nur verteidigt, sondern zugleich scharfe Vorwürfe gegen Europas Verbündete erhoben. Vor Journalisten in Washington sprach er von „undankbaren Verbündeten in Europa“, die Präsident Donald Trump danken sollten. Die freie Welt müsse anerkennen, dass Trump den Mut gehabt habe, den Iran daran zu hindern, mit Raketen Druck auszuüben und nach der Atombombe zu greifen, sagte Hegseth. Damit verschärft die US-Regierung den Ton gegenüber jenen europäischen Staaten, die sich dem militärischen Kurs Washingtons bislang verweigern.