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Herning – So nah dran und doch so weit weg. Der FC Midtjylland um Ex-BVB-Trainer Mike Tullberg (40) ist im Achtelfinale der Europa League an Nottingham Forest gescheitert. Das Hinspiel hatten die Dänen noch 1:0 gewonnen, im Rückspiel führten die Engländer nach Verlängerung 2:1. Also: Elfmeterschießen.

Und da klappte beim Tullberg-Team mal so gar nichts. England-Nationalspieler Morgan Gibbs-White (26) legte für Nottingham vor, Midtjyllands Gue-Sung Cho (28) setzte seinen Schuss an den linken Pfosten. Ibrahim Sangaré (28) erhöhte auf 2:0 für Nottingham.

Kaum zu glauben: Auch Aral Simsir (23) scheiterte am linken Pfosten. Neco Williams (24) stellte auf 3:0, der Druck auf Midtjyllands drittem Schützen Edward Chilufya (26) war gewaltig. Und der Sambier zeigte Nerven! Mit seinem linken Standbein rutschte er weg, schoss den Ball im Rückwärtsfallen übers Tor. Das Europa-Aus besiegelt, das Drama perfekt.

Ausgerutscht! Edward Chilufya (26) verschießt den dritten Elfmeter

Ausgerutscht! Edward Chilufya (26) verschießt den dritten Elfmeter

Foto: AFP

Drei Elfer, alle verschossen – Midtjylland raus

Nottinghams deutscher Keeper Stefan Ortega (33) ließ sich von seinen Teamkollegen feiern – auch wenn er bei keinem der drei Elfmeter eingreifen musste.

Trainer Tullberg sagte nach dem Spiel beim dänischen Sender TV2: „Einige Spieler wollten nicht schießen, also übernehmen andere die Verantwortung. Die Schüsse waren nicht gut, aber so ist es nun mal. Es ist nicht ihre Schuld, dass wir ausgeschieden sind. Und ich scheide lieber so aus als mit einer Leistung in den ersten 50 Minuten. Da war ein deutlicher Klassenunterschied zu erkennen.“

Und trotz der bitteren Niederlage war Tullberg, der sechs Jahre im Nachwuchs von Borussia Dortmund arbeitete und 2025 für drei Spiele als Interimstrainer bei den Profis einsprang, zum Scherzen aufgelegt. Er sagte: „Nach dem Spiel frage ich Duncan (Co-Trainer Rasmussen, Anm. d. Red): ‚Warum zum Teufel haben wir Elfmeter geübt?‘ Es sah wirklich nicht danach aus.“