Mit dem COMET-Modul „QAE – Quantum Algorithm Engineering: Bridging the Gap to Industrial Applications“ startet ein Forschungsprojekt, an dem auch Tiroler Unternehmen beteiligt sind.
Ziel ist es, Voraussetzungen dafür zu schaffen, Quantencomputing künftig stärker für industrielle Anwendungen nutzbar zu machen. Das Land Tirol unterstützt das Vorhaben mit 356.000 Euro. Projektpartner sind die Alpine Quantum Technologies GmbH und die Parity Quantum Computing GmbH.
Quantencomputer gelten seit Jahren als ein viel beachtetes Technologiefeld. Während bei der Entwicklung der Hardware zuletzt deutliche Fortschritte erzielt wurden, fehlt es bislang vielfach noch an praxistauglichen Lösungen für den Einsatz in Unternehmen. Genau an dieser Schnittstelle setzt das Projekt QAE an: Es soll dazu beitragen, Erkenntnisse aus der Forschung in konkrete industrielle Anwendungen zu überführen.
Im Zentrum des Projekts steht die Entwicklung neuer Quantenalgorithmen für industrielle Problemstellungen. Untersucht werden vor allem Einsatzmöglichkeiten in der kombinatorischen Optimierung und im Bereich Quantum Machine Learning. Beide Felder gelten als besonders relevant für wirtschaftliche und industrielle Anwendungen. Darüber hinaus soll erforscht werden, wie Quantencomputer mit klassischen Hochleistungsrechnern in hybriden Systemen effizient zusammenarbeiten können.
„Als Informatiker sehe ich es gerade für einen innovationsstarken Standort wie Tirol als entscheidend, frühzeitig auf Zukunftstechnologien zu setzen. Projekte wie QAE verbinden Spitzenforschung mit konkreten industriellen Anwendungen und schaffen damit die Grundlage für neue Wertschöpfung und hochqualifizierte Arbeitsplätze“, betont LAbg. Peter Seiwald.
Die im Rahmen des Projekts entwickelten Methoden und Anwendungen sollen in einer gemeinsamen Softwareplattform gebündelt werden. Damit soll eine Grundlage für die künftige industrielle Nutzung von Quantencomputing entstehen.
Mit Alpine Quantum Technologies und Parity Quantum Computing sind zwei Unternehmen aus Tirol beziehungsweise mit Tirol-Bezug an dem Projekt beteiligt, die bereits im Bereich Quantencomputing tätig sind. Das Vorhaben unterstreicht damit auch die bestehende Forschungs- und Entwicklungskompetenz am Standort.
„Wenn wir diese Stärken gezielt weiterentwickeln, kann sich Tirol in einem der wichtigsten Technologiefelder der Zukunft nachhaltig positionieren. Die Technologieförderung des Landes ist dabei ein zentraler Hebel, um Innovation zu beschleunigen, Know-how im Land zu halten und neue Chancen für heimische Betriebe zu schaffen“, so Seiwald abschließend.