Der Grazer Frauenpreis 2025 und der Grazer Frauenpreis für herausragendes Engagement wurden am 3. Juni auf der Schloßbergbühne Kasematten verliehen. Organisiert und veranstaltet wird der Grazer Frauenpreis vom Referat Frauen & Gleichstellung der Stadt Graz.

Mit dem Grazer Frauenpreis 2025 wurde das Projekt „24/7 Care Kaufladen“, eingereicht von Luise Höggerl und Marie Waser ausgezeichnet.

Dabei handelt es sich um eine interaktive Ausstellung, in der symbolische Produkte für Care-Arbeit „eingekauft“ werden können. Besucher:innen erhalten eine Rechnung, die den Wert dieser oft unsichtbaren Tätigkeiten sichtbar macht. Das Projekt soll sensibilisieren und Denkanstöße für Gespräche im eigenen Umfeld geben.

Mit dem Grazer Frauenpreis für herausragendes Engagement 2025 wurde Maryam Mohammadi ausgezeichnet. Mohammadi ist Fotokünstlerin, Kuratorin, Kunsthistorikerin und psychosoziale Beraterin.

Sie engagiert sich in all ihren Tätigkeitsfeldern für Geschlechtergerechtigkeit und das Empowerment von Frauen. Ihre Arbeiten beleuchten weibliche Lebensrealitäten und feministische Perspektiven. In Projekten wie DIVAN und Pop-Up Chai der Caritas unterstützt sie gewaltbetroffene Frauen – insbesondere mit Migrationshintergrund – durch kreative und beratende Ansätze zur Förderung von Gleichstellung.
 

Zur Überraschung aller wurde auch heuer aus dem Kreis der Nominierten ein Preis für das Lebenswerk vergeben. Die Expertinnen-Jury entschied sich für Heide Cortolezis.

Seit ihrer Jugend setzt sich Heide Cortolezis für Frauenrechte und Gleichstellung ein. Die Mitgründerin der Frauenberatungsstelle Graz (heute Verein Frauenservice Graz) und des Vereins „nowa“ ist Pionierin innovativer Arbeitsmarktpolitik. Mit nowa nahm sie eine Vorreiterrinnen-Rolle in der Beratung und Ausbildung von Frauen in Kooperation mit der regionalen Wirtschaft ein. Sie gilt als ausgesprochene Gender Mainstreaming-Expertin, hat zahlreiche EU-Projekte umgesetzt und den überparteilichen Verein FELIN mitbegründet.

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