ARD reagiert auf Vorwürfe gegen Christian Ulmen – „Tatort“-Folgen bleiben online

Auf Anfrage der Nachrichtenagentur spot on news teilte die ARD-Programmdirektion dazu mit: „Wir haben uns mit den öffentlich gewordenen Vorwürfen rund um Christian Ulmen befasst und ihn angesichts der Tragweite um eine Stellungnahme gebeten. Wir beobachten die aktuellen Entwicklungen und behalten uns weitere Schritte vor.“

Aktuell sind die Folgen des Weimarer „Tatort“, in dem Ulmen von 2013 bis 2021 als Kommissar Lessing an der Seite von Nora Tschirner ermittelte, weiterhin in der ARD-Mediathek abrufbar.

Die Vorwürfe, die durch eine Recherche des „Spiegel“ öffentlich wurden, wiegen schwer. Collien Fernandes wirft ihrem Ex-Ehemann vor, über Jahre hinweg Fake-Profile in ihrem Namen erstellt zu haben, um mit Hunderten von Männern in Kontakt zu treten und dabei auch pornografische Inhalte – teils KI-generierte Deepfakes – verbreitet zu haben.

Fernandes erstattete dem Bericht zufolge Ende 2025 Anzeige in Spanien, dort hatten die beiden zuletzt gelebt. Die Vorwürfe sind dem Bericht zufolge unter anderem Anmaßung des Personenstands, öffentliche Beleidigung und Körperverletzung.

Das Gericht habe laut „Spiegel“ „sogenannte Vorermittlungen eingeleitet“, ob eine Anklage erhoben oder das Verfahren eingestellt werde, sei aktuell offen. Laut RTL befinde sich das Ermittlungsverfahren „in einem sehr frühen Stadium“. Es gilt die Unschuldsvermutung.

In einer TV-Doku hat sich Collien Fernandes erst ein Tattoo von Christian Ulmen überstechen lassen.