Wien/Hamburg – Wer geglaubt hat, dass der Wechsel der Top-Teams von der ELF in die neue European Football Alliance (EFA) geräuschlos über die Bühne gehen würde, sieht sich eines Besseren belehrt. Die Fronten zwischen ELF-Gesellschafter Zeljko Karajica und den abwanderungswilligen Franchises sind komplett verhärtet.
Karajica wütet: „Pseudo-Kündigung“ und Lizenz-Zwang
Im Zentrum des Bebens steht die rechtliche Bindung der Klubs an die ELF. Karajica bezeichnete die Kündigungen der Teams gegenüber OE24 als „reine Marketing-Gags“ und „Pseudo-Kündigungen“. Seiner Ansicht nach bestehen die Franchise-Verträge weiterhin fort.
Besonders scharf schoss Karajica gegen den „Swarovski-Klub“ (Raiders Tirol) und deren Führung. Laut Berichten von MSN beharrt die ELF darauf, dass die Spielpläne für 2026 die wechselwilligen Teams weiterhin beinhalten:
„Man kann nicht einfach mitten in einem Vertrag sagen, man spielt jetzt woanders. Wir planen weiterhin mit fünf EFA-Teams und Berlin Thunder“, so die Kampfansage aus Hamburg.
Die Antwort aus Innsbruck: Keine Angst vor Klagen
In Tirol gibt man sich derweil betont gelassen. Die Verantwortlichen ließen ausrichten, dass man den rechtlichen Auseinandersetzungen mit Ruhe entgegenblicke. „Wir haben keine Angst vor rechtlichen Schritten. Unsere juristische Position ist geprüft und eindeutig“, hieß es aus dem Umfeld der Organisation gegenüber OE24.
Dass die ELF Berlin Thunder weiterhin als Teilnehmer führt, wird in der Branche eher als verzweifeltes Festhalten an einer zerfallenden Struktur gewertet. Die EFA-Teams haben längst den Fokus auf die eigene Vermarktung und den Aufbau von „The League Europe“ gelegt.
Gibt es am Ende doch nur eine Liga?
Die Kernfrage bleibt: Kann Europa zwei parallele Profi-Ligen vertragen? Nicht, weil man sich geeinigt hat, sondern weil einer der beiden Kontrahenten den wirtschaftlichen Atem verlieren könnte. Der „Football-Krach“ schadet dem Sport massiv, während Anwaltsbriefe die Schlagzeilen dominieren.