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Diego Garcia – Der Nahe Osten fürchtet die Raketen der Mullahs: Seit Wochen beschießt der Iran seine Nachbarstaaten, trifft sicherheitsrelevante Einrichtungen. Europa, insbesondere Deutschland, wähnte sich dagegen sicher, da die Geschosse laut Experten höchstens 2000 Kilometer fliegen könnten. Berlin liegt rund 3500 Kilometer von der iranischen Hauptstadt Teheran entfernt. Ein brisanter Vorfall aus der Nacht zeigt jetzt: Die Reichweite der Mullah-Raketen wurde offenbar unterschätzt!

Mitten in der Nacht donnerten plötzlich zwei iranische Raketen über den Indischen Ozean. Ziel: das kaum besiedelte Chagos-Archipel südlich der Malediven. Das erfuhren CNN und das „Wall Street Journal“ von hochrangigen US-Regierungsbeamten.

Der Grund: Dort befindet sich die strategisch wichtige britische Militärbasis Diego Garcia, die auch vom US-Militär genutzt wird. Am Ende verfehlten beide Raketen ihr Ziel: Eine landete im Ozean, die andere wurde von der amerikanischen Luftabwehr abgeschossen. Dass die Mullahs Diego Garcia überhaupt attackieren konnten, ist dagegen ein Schock für westliche Militärexperten.

Das „Grönland der Tropen“: Angriff auf US-Basis im Indischen Ozean

Quelle: Reuters, Google Maps21.03.2026

Denn Diego Garcia liegt fast 4000 Kilometer von der iranischen Südküste entfernt. Damit liegt die Insel eigentlich weit außerhalb des angenommenen Radius der Mullah-Raketen. Experten hatten eine Reichweite von rund 1500 bis maximal 2000 Kilometer angenommen. Die verwendeten Mittelstreckenraketen zeigen jetzt auf, dass weit mehr Menschen vor den Mullahs zittern müssen. So befinden sich beispielsweise Bern, Wien und Berlin in einem Umkreis von 4000 Kilometern von Teheran. Sogar die weiter westlich gelegenen Hauptstädte Paris und London könnten aus dem Nordwestiran attackiert werden.

Der britisch-amerikanische Militärstützpunkt Diego Garcia befindet sich inmitten des Indischen Ozeans

Das Iran-Regime beschoss den britisch-amerikanischen Militärstützpunkt Diego Garcia im Indischen Ozean – dort sind B-1-Bomber stationiert

Foto: IMAGO/CPA Media

Schlüsselrolle der Insel in diesem Krieg

Die britische Regierung hat nach iranischem Beschuss eines Luftwaffenstützpunkts Großbritanniens und der USA im Indischen Ozean dem Iran „rücksichtslose Angriffe“ vorgeworfen. Dass Teheran die Region angreife und die Straße von Hormus blockiere, sei „eine Gefahr für britische Interessen und britische Verbündete“, teilte das britische Verteidigungsministerium am Samstag mit.

Der Beschuss von Diego Garcia ist auch politisch brisant, denn die Insel war zuletzt Gegenstand des Zoffs zwischen US-Präsident Donald Trump (79) und Briten-Premier Keir Starmer (63). Bis kurz vor Kriegsbeginn ließ Großbritannien Trump im Unklaren darüber, ob es ihm erlaubt, US-Kampfflugzeuge für Angriffe auf iranische Raketenstellungen zu stationieren. Letztlich sagte Starmer zu. Am Freitag erklärte London außerdem, dass die USA auch Stützpunkte wie Diego Garcia für Einsätze nutzen könnten, mit denen iranische Angriffe auf Schiffe in der Straße von Hormus verhindert werden sollen.

Weiterer Kontext: Großbritannien will die Inselgruppe Chagos, zu der Diego Garcia gehört, an Mauritius abtreten – und die Militärbasis per 99-Jahres-Pachtvertrag behalten. „Unter keinen Umständen“ solle Starmer die Inselgruppe verlieren, wetterte Trump, der Starmer seitdem als „kein Churchill“ beschimpft.

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Völlig unklar ist dagegen, wie groß das Raketen-Arsenal der Mullahs wirklich ist. Staatliche iranische Medien veröffentlichen immer wieder Videos, die vermeintlich riesige, unterirdische Bestände aufzeigen sollen. Allerdings ist es der israelischen und amerikanischen Armee zuletzt immer besser gelungen, Abschussrampen und Lager auf iranischem Territorium zu treffen und auszuschalten. US-Präsident Donald Trump (79) ließ kürzlich verkünden, dass die Ziele der gemeinsamen Militäroperation fast erreicht seien.