Vorentscheidendes OÖ-Duell in der Bundesliga-Qualifikationsgruppe zwischen der SV Oberbank Ried und dem FC Blau-Weiß Linz im Kampf gegen den Abstieg. Das Tabellenschlusslicht aus der Landeshauptstadt brauchte dringend Punkte, während die Schwarz-Grünen mit einem Triumph den vorzeitigen Klassenerhalt schaffen konnten. Dank einer starken Leistung konnten die Stahlstädter einen 0:2-Pausenrückstand in Überzahl noch drehen und am Ende mit einem 3:2 als Sieger den Platz verlassen. Für die Rieder war es in dieser Saison in einem OÖ-Duell der Bundesliga die erste Niederlage (3S, 1U).

choreo blau weiss linz vs ried 21 03 2026 lb photo lukas biereder

Wichtige Punkte für die Linzer im Kampf um den Ligaverbleib

Ried mit Blitzstart – Kiedl-Doppelpack

Lange dauerte es nicht, als es im Linzer Donauparkstadion zum ersten Aufreger kam: Nach einem Foul an Mayer entschied Schiedsrichter Petru-Ciochirca prompt auf Strafstoß, den Kiedl souverän zur frühen Führung in die Maschen setzte (3.). Während die Blau-Weißen noch mit dem Kaltstart haderten, kombinierten sich die Wikinger – die gleich sechs neuen Akteure in der Startelf hatten – erneut sehenswert nach vorne: Über Nasrawe und Rossdorfer landete der Ball punktgenau beim hocheffizienten Kiedl, der per Doppelpack auf 0:2 stellte (18.).

Die Hausherren intensivierten in der Folge ihre Bemühungen, doch Möglichkeiten nach Seidls Freistoß (14.) sowie Maier nach einem Rieder Fehlpass (15.) fanden keinen Ertrag. Nach einer halben Stunde schwächten sich die Gäste selbst, als Bajlicz nach einem Rempler an Weissman als letzter Mann des Feldes verwiesen wurde. Trotz Überzahl und Überlegenheit sowie der Einwechslung von Ronivaldo gelang den Linzern vor dem Seitenwechsel kein Anschlusstreffer, wodurch es bei der komfortablen Führung für die eiskalten Rieder blieb.

bajlicz nicolas ried bei blau weiss linz 21 03 2026 lb photo lukas biereder

Rieds Nicolas Bajlicz musste das Spielfeld nach einer halben Stunde mit glatt Rot verlassen
Blau-Weiß dreht Partie in der zweiten Halbzeit

Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich die Köllner-Elf torgefährlich und startete eine wahre Belagerung des Rieder Strafraums. Zunächst vergab Ronivaldo noch aus kurzer Distanz (48.), ehe Briedl nach einer unzureichend geklärten Ecke per trockenem Abschluss von der Strafraumgrenze den hochverdienten Anschlusstreffer markierte (54.). Die Innviertler, durch den Ausschluss in Unterzahl, fanden offensiv praktisch nicht mehr statt, während die Linzer eine Orgie an Möglichkeiten kreierten: Weissman scheiterte per Kopf am Querbalken, doch im Nachsetzen war Jubilar Seidl zur Stelle und staubte in seinem 100. Pflichtspiel zum 2:2-Ausgleich ab (64.).

In der packenden Schlussphase drückten die Hausherren unaufhörlich auf den „Lucky Punch“. Nachdem Varesi-Strauss noch am glänzend reagierenden SVR-Schlussmann Leitner scheiterte (72.), brachte ein Foul von Mayer an Joker Goiginger die Entscheidung. Der routinierte Ronivaldo übernahm die Verantwortung und hämmerte den fälligen Strafstoß unhaltbar in das linke Kreuzeck (83.). Mit Leidenschaft und numerischer Überzahl drehten die Stahlstädter die Partie zur Gänze und feierten einen 3:2-Heimsieg.

SPIELFILM und AUFSTELLUNGEN mit HIGHLIGHT-VIDEOS im Ligaportal-LIVETICKER

Wir unterliegen dem FC Blau-Weiß Linz in Unterzahl mit 3:2.#svried #seit1912 #desismeiverein pic.twitter.com/piEeVrPcb2

— SV Ried 1912 (@svried1912) March 21, 2026

Fotocredit: lb-photo.com / Lukas Biereder