Nach jahresübergreifend drei Siegen en suite gegen immerhin den amtierenden Meister SK Sturm Graz (3:1), auswärts bei Spitzenreiter FC Red Bull Salzburg und jüngst daheim im Wiener Derby (jeweils 2:0), gab es heute für den den Tabellendritten FK Austria Wien mit der 1:2-Niederlage beim SCR Altach einen Dämpfer. Es war überhaupt eine „gebrauchte Tour“ nach Vorarlberg. Erst die zwei bis drei Stunden Verspätung am Flughafen Schwechat wegen dem Schneechaos, dazu der Ausfall von Abwehrchef Aleksandar Dragović, dazu die ersten (billigen) Gegentore in 2026 und halt die Niederlage. Dazu die FAK-STATEMENTS.

Tin Plavotić (l.) und die Austria-Abwehr kassierten die ersten Gegentore im neuen Kalenderjahr und ließen die Altacher Torschützen bei deren zwei Treffern einfach gewähre. Im Spiel der „Drei Tore in drei Minuten“ vergab die Helm-Truppe den ersten Matchball auf die Meistergruppe. In den verbleibenden Grunddurchgang-Partien kommt es für die Violetten zur „OÖ-Woche“, erst daheim gegen die „Mannschaft der Stunde“, den aufstrebenden LASK, dann bei Aufsteiger SV Ried.
„Das war sicher keines der Spiele, wo wir unser Spiel zu 100 % auf den Platz gebracht haben“
Stephan Helm (Cheftrainer FK Austria Wien) über…
…das Spiel:
„Wir kriegen ein sehr unnötiges 2:1 und das ist keine so einfache Situation. Ich glaube, dass wir aber in der 2. Halbzeit extrem geschlossen aufgetreten sind. Das war sicher keines der Spiele, wo wir unser Spiel zu 100 % auf den Platz gebracht haben. So selbstkritisch müssen wir schon sein.“
…weiter zum Spiel:
„Es ist ärgerlich, denn wir haben uns mehr vorgenommen. Wir sind nach dem 0:1 gut zurückgekommen und dann habe ich gedacht, dass wir besser in Tritt finden, aber haben dann das zweite Tor zu leicht hergegeben. Uns ist es nicht gelungen, den Block auszuspielen, aber wir hatten unsere Chancen. Nächste Woche (Anm.: Heimspiel gegen den LASK) wollen wir die Dinge besser machen.
…das Rennen um die Top 6:
„Wir haben uns in eine gute Ausgangsposition geschoben, das haben wir uns erspielt und erarbeitet, und jetzt gilt es einfach, da draufzubleiben. Aber in den nächsten zwei Spielen wollen wir wieder ein besseres Gesicht zeigen als heute.“

Zählte auch in Altach wieder zu den besten Gästespielern: Torgarant Johannes Eggestein. Der 27-jährige Deutsche traf im vierten Bundesligaspiel in Folge und erhöhte sein Torkonto auf acht Treffer, bei sieben Assists. Fast wäre eine weitere Torvorlage hinzugekommen, denn – wie zuletzt im Wiener Derby – setzte der Mittelstürmer auch heute Reinhold Ranftl (r.) mustergültig ins Szene, doch der gebürtige Steirer verfehlte diesmal mit seiner Direktabnahme das gegnerische Gehäuse und verpasste damit den 2:2-Ausgleich.
„Wir waren heute weniger bereit als Altach“
Johannes Eggestein (Torschütze FK Austria Wien) über…
…das Spiel:
„Wir wussten, was uns erwartet und, dass es ein ekliges Spiel wird. Es war ein hartes Spiel. Wir waren heute weniger bereit als Altach. In der ersten Halbzeit haben wir unsere Energie nicht auf den Platz bekommen. Gerade bei den zweiten Bällen und bei der Kompaktheit haben wir etwas missen lassen.“
„Das ist unwürdig und fast nur noch lächerlich“
Marc Janko (Sky Experte) über die internen Unruhen der Wiener Austria:
„Man hat ja auch irgendwo das Gefühl, dass Trainer Helm mit seiner Mannschaft dann am stärksten ist, wenn es am unruhigsten im Verein ist. Natürlich wünscht man sich einen Verein, der an einem Strang zieht. Das ist unwürdig und fast nur noch lächerlich.“
Siehe auch:
SCR Altach-Statements nach Sieg über Wiener Austria
SCR Altach weiter unbesiegt! Rückschlag für Wiener Austria nach Derbysieg
SPIELFILM im Ligaportal-LIVETICKER
Statement-Quelle: Sky Sport Austria und AdmiralRadioservice
Fotocredit: Gepa-Admiral und Josef Parak