Offensiv zuletzt harmlos

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Unter Albert Riera hat sich der Spielstil von Eintracht Frankfurt geändert – deutlich weniger Spektakel, dafür aber viel mehr Stabilität. Während es in 26 Partien unter Vorgänger Dino Toppmöller elfmal mindestens drei Gegentore gab, blieb die SGE in sechs Spielen unter dem 43-Jährigen viermal ohne – zuletzt dreimal in Serie. Dennoch sah sich der Spanier aufgrund des defensiven Ansatzes zuletzt Kritik ausgesetzt und konterte diese vor dem Spiel gegen Mainz 05 am Wochenende.
„Ich bin seit 6 Wochen hier und habe an Tag eins versprochen, dass ich Positivität in diesen Verein bringen möchte. Wir haben keine Probleme, wir haben Dinge, die wir lösen müssen. Bevor man also diese Blase kreiert, dass wir nicht mehr so viele Tore schießen, möchte ich sagen: Man kann nicht alles auf einmal lösen“, sagte Riera, der seine Arbeit Anfang Februar aufgenommen hat. In sechs Bundesliga-Partien erzielte seine Mannschaft neun Treffer und kassierte vier Gegentore – drei davon gegen den FC Bayern. In der Tabelle kletterten die Frankfurter von Platz acht auf sieben und stabilisierten sich dort.
„Wir haben aufgehört, so viele Tore zu kassieren, wir lassen weniger Chancen des Gegners zu. Ich bin der Erste, der sich große Ziele setzt, hohe Ziele, denn das gibt einem die Motivation. Aber gleichzeitig möchte ich ehrlich und realistisch sein. Vor sechs Wochen hatten wir die Abwehr mit den meisten Gegentoren. Nicht nur in der Bundesliga, in ganz Europa. Und jetzt reden wir darüber, dass wir keine Tore schießen“, erklärte Riera weiter. Unter Toppmöller erzielte die Eintracht in dieser Saison zwar mehr als zwei Tore pro Partie, kassierte in 26 Spielen jedoch auch 60. Die Defensive war das große Problem, bis Riera die Mannschaft stabilisierte.
Dass Riera auch für offensiven Fußball steht, zeigte sich bei seiner Station NK Celje. Unter dem Spanier erzielte der slowenische Klub in 109 Partien im Schnitt 2,23 Treffer und kassierte nur 1,35 Gegentore. Diese Zahlen dürften die Eintracht-Fans positiv stimmen, dass im Waldstadion zukünftig wieder mehr Tore bejubelt werden dürfen. „Physisch sollten wir zeigen, dass wir frischer sind. Es wird wohl eines der Spiele, in denen wir geduldig sein müssen und am Ende, in der 60. oder 70. Minute, frischer sein und unsere Tore schießen werden“, sagte Riera mit Blick auf das Duell mit Mainz 05 am Sonntag, das am Donnerstag ins Viertelfinale der Conference League einzog.
