Der Krieg im Iran macht diese Dokumentation hochaktuell: Für „All My Sisters“ hat Massoud Bakhshi seine Nichten Mahya, Zahra und Maleka 18 Jahre lang mit der Kamera begleitet. Es sind intime Aufnahmen aus einem Familienalbum: Kleinkinder, die Kassetten in Rekorder einlegen, tanzen und Barbiepuppen geschenkt bekommen. Schulkinder, die ihre Kopftücher anlegen. Teenager, die zwischen den strengen Vorstellungen der Großmutter und des Staates um kleine persönliche Freiheiten ringen. 2022 hören sie die Rufe „Frau, Leben, Freiheit“ aus ihren Smartphones, die ihre Gesichter im dunklen Zimmer erleuchten, und schreien sie wenig später selbst vom Dach eines Hochhauses.