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Erwachsene mit hoher Vitaminzufuhr altern womöglich langsamer. Zu diesem Ergebnis kam nun eine Analyse der chinesischen Sichuan-Universität. Die Forscher werteten dafür Daten von 15.050 Menschen aus einer großen US-Gesundheitsstudie aus.
Sie berechneten dafür aus Ernährungsprotokollen die tägliche Aufnahme von elf Vitaminen – darunter A, B-Vitamine, C, D, E und K. Das biologische Alter bestimmten sie mit drei etablierten Verfahren, die verschiedene Blutmarker zu einem Gesamtwert bündeln. Das zentrale Ergebnis: Je höher die Gesamtmenge an Vitaminen, desto geringer war im Schnitt die Beschleunigung der biologischen Alterung. Die Studie wurde im Fachjournal „The Journal of Nutrition, Health and Aging“ veröffentlicht.
Im Schnitt zeigte sich bei höherer Vitaminzufuhr eine um knapp ein Jahr geringere biologische Altersbeschleunigung. In der Gruppe mit der höchsten Vitaminaufnahme waren zwei der drei Alterungsmarker signifikant niedriger als in der Gruppe mit der geringsten Aufnahme.
Vitamin C sticht heraus
Den stärksten statistischen Beitrag lieferte Vitamin C, gefolgt von Vitamin B2. Vitamin C ist unter anderem für seine antioxidativen Eigenschaften bekannt, also für die Fähigkeit, Zellen vor oxidativem Stress zu schützen. Auffällig: Für Vitamin B12 und Vitamin D zeigte sich in der Gesamtanalyse kein zusätzlicher Vorteil. In der Gesamtauswertung hatten sie keinen zusätzlichen Schutzeffekt. Die Forscher halten es für möglich, dass sich die Vitamine gegenseitig beeinflussen oder mehr nicht automatisch auch mehr Nutzen bedeutet.
Wichtig ist die Einordnung: Es handelt sich um eine Querschnittsanalyse. Sie zeigt Zusammenhänge, aber keine Ursache-Wirkung-Beziehung. Zudem beruhen die Angaben zur Ernährung auf Selbstauskünften und können fehleranfällig sein. Auch andere gesunde Bestandteile vitaminreicher Lebensmittel könnten zu den beobachteten Effekten beigetragen haben. Das Ergebnis bleibt dennoch klar: Eine insgesamt höhere Vitaminzufuhr war in dieser großen US-Stichprobe mit einem langsameren biologischen Altern verbunden.