Zuvor hatte die US-Zeitung „Washington Post“ unter Berufung unter anderem auf einen früheren ungarischen Geheimdienstmitarbeiter berichtet, dass die Regierung von Ministerpräsident Viktor Orban seit Jahren Informationen zu sensiblen Diskussionen in der EU an Moskau übermittle. Außenminister Peter Szijjarto soll demnach regelmäßig mit seinem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow telefoniert haben, um ihn über Inhalte von Gesprächen zu informieren. (Quelle: dpa)

17:20 Uhr | Insider: Russische Ölraffinerie nach Drohnenangriff lahmgelegt

Die russische Ölraffinerie Saratow steht Insidern zufolge seit einem Drohnenangriff am Samstag still. Die Rohöldestillationsanlage mit einer Kapazität von 20.000 Tonnen pro Tag sei außer Betrieb, teilten mit dem Vorgang vertraute Personen mit. Das ukrainische Militär gab an, die Anlage des Rosneft-Konzerns getroffen zu haben. Der Gouverneur von Saratow, Roman Busargin, sprach von Treffern an der zivilen Infrastruktur, nannte jedoch keine Details. Rosneft äußerte sich zunächst nicht dazu. (Quelle: Reuters)

16:13 Uhr | Kiew: Russland verliert bei Sturmversuchen Tausende Soldaten

Die russische Frühjahrsoffensive im Ukraine-Krieg hat nach Angaben aus Kiew mit hohen Verlusten für Moskau begonnen. „Innerhalb von vier Tagen intensiver Sturmversuche hat der Feind mehr als 6.090 Soldaten als Gefallene oder Verletzte verloren“, teilte der Oberkommandierende der ukrainischen Streitkräfte, Olxander Syrskyj, bei Facebook mit. Im Verlauf der vergangenen Woche seien es sogar mehr als 8.700 Tote und Schwerverletzte auf russischer Seite gewesen. Durchbrüche an der Front habe es hingegen nicht gegeben, schrieb er. Unabhängig überprüfbar sind die Angaben nicht.

In den vergangenen Tagen hatten Militärbeobachter eine Aktivierung der russischen Einheiten registriert. Das russische Verteidigungsministerium seinerseits meldete die Eroberung von zwei weiteren Ortschaften im Gebiet Donezk. Nach Darstellung Moskaus verbessern die russischen Truppen ständig ihre Stellungen im Osten der Ukraine. (Quelle: dpa)

13:54 Uhr | Putin räumt Wirtschaftseinbruch zu Jahresbeginn ein

Russlands Wirtschaft ist nach vier Jahren Krieg offiziellen Angaben zufolge ins Minus gerutscht. „Im Januar dieses Jahres ist Russlands Bruttoinlandsprodukt 2,1 Prozent niedriger gewesen als vor einem Jahr“, sagte Präsident Wladimir Putin bei einer Regierungssitzung. Gleichzeitig sei die Industrieproduktion um 0,8 Prozent zurückgegangen. Während er dies mit der größeren Anzahl an Feiertagen in diesem Jahr gegenüber 2025 erklärte, forderte er zugleich von der Regierung entschiedene Maßnahmen, um „auf den Pfad nachhaltigen Wachstums zurückzukehren“. 

Putin hat im Februar 2022 den Angriff auf die Ukraine befohlen. Den darauffolgenden Sanktionen des Westens konnte die russische Ökonomie nach der Umstellung auf eine Kriegswirtschaft lange relativ gut widerstehen – auch weil die Wachstumsraten des Bruttoinlandsprodukts vom staatlich finanzierten Rüstungssektor angetrieben wurden. Anzeichen einer Krise machten sich bereits im vergangenen Jahr in zivilen Sektoren bemerkbar – und konnten zuletzt dann auch nicht mehr durch steigende Waffenproduktion aufgefangen werden. (Quelle: dpa)

12:30 Uhr | Russische Drohnen treffen ukrainische Kleinstadt

Die russische Armee hat am Sonntag die Stadt Snamjanka im Zentrum der Ukraine angegriffen. Einwohner berichten von Drohnen-Einschlägen in Wohnhäusern und Garagen. Etliche Gebäude wurden beschädigt, Dächer und Fassaden zerstört. Auch Autos brannten aus. Teile der Stromversorgung waren unterbochen. (Quelle: Reuters)