„Telegraph“ berichtet 

Tottenham plant Zukunft – Neuer Trainer und Gedankenspiele mit Kehl

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Tottenham Hotspur ist dem Abgrund in der Premier League am Wochenende ein Stück weit nähergekommen. Am Sonntagabend sind die Spurs infolge einer 0:3-Heimniederlage gegen Nottingham Forest auf den 17. Tabellenplatz abgestürzt. Was die Verantwortlichen aber offenbar nicht davon abhält, die Zukunft des Klubs zu planen. Wie der „Telegraph“ berichtet, unterstützen die Londoner zwar ihren glücklosen Trainer Igor Tudor nach dem Tod seines Vaters, der am Sonntagabend bekannt wurde.

Über sein Vertragsende im Sommer hinaus wird sich der 47 Jahre alte Kroate, der erst Mitte Februar die Nachfolge des entlassenen Thomas Frank antrat, aber nicht halten können. Eine langfristige Lösung werde anvisiert. Auch bei der Suche nach einem Sportdirektor gibt es eine neue Entwicklung – bei der Sebastian Kehl nach seinem Ausscheiden bei Borussia Dortmund eine Rolle spielen soll.

„Alle bei Tottenham Hotspur sind zutiefst betroffen vom Tod von Igor Tudors Vater Mario. Unsere Gedanken und unser Mitgefühl sind in dieser unglaublich schweren Zeit bei Igor und seiner Familie“, teilte Tottenham mit. Oberste Priorität sei es nun, Tudor zu helfen. Eine Weiterbeschäftigung gelte angesichts der dürftigen Bilanz mit nur einem Sieg aus sieben Spielen aber als ausgeschlossen. Der vereinslose Italiener Robert De Zerbi und US-Nationaltrainer Mauricio Pochettino seien die Favoriten für einen Neustart 2026/27.

Das ist gefordert bei Tottenhams Trainersuche – Zwei Kandidaten

Die Spurs wollen einen neuen Trainer mit Erfahrung im europäischen Fußball verpflichten, der sich mit den Anforderungen dieses Klubs auskenne, heißt es. Der 46-jährige De Zerbi, zuletzt bei Olympique Marseille tätig, sei offen für den Job und soll bereits Gespräche mit dem ins Wanken geratenen Premier-League-Klub geführt haben. Seine Voraussetzung für ein Engagement: Die Londoner schaffen den Klassenerhalt. De Zerbi könnte jedoch noch bei weiteren englischen Top-Vereinen in den Fokus rücken. Alternative Pochettino erfahre vor allem bei den Fans eine hohe Wertschätzung. Der 54-Jährige, der Tottenham in seiner ersten Amtszeit von 2014 bis 2019 erfolgreich führte, besitzt beim WM-Gastgeber USA einen Vertrag bis zum Turnier.

Fürs Management soll nach dem Abgang von Fabio Paratici der langjährige Dortmunder Kehl Thema sein. Der „Telegraph“ stützt sich bei seiner Recherche auf Quellen aus Deutschland. Der 46-Jährige, von dem sich der BVB überraschend am Sonntag trennte, könnte sich in einem Modell mit mehreren Sportdirektoren wiederfinden. Im Zuge der Suche kontaktierte Tottenham dem Vernehmen nach auch den Schotten Dougie Freedman (Al-Diraiyah FC) und Chelseas englischen Sportdirektor Paul Winstanley. Der Italiener Paratici hatte die Spurs nach Ablauf des Januar-Transferfensters in Richtung AC Florenz verlassen. Kehl wird auch als neuer Sportvorstand beim Hamburger SV gehandelt.