Caritas und Volkshilfe warnen vor Folgen des Sparens im Sozialbereich

Caritas und Volkshilfe warnen vor Folgen des Sparens im Sozialbereich

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Caritas und Volkshilfe fordern für jede künftige Budgetmaßnahme einen verpflichtenden „Armuts-Check“. Schon die aktuellen Konsolidierungsmaßnahmen hätten jene besonders stark getroffen, die schon am Limit leben. Gleichzeitig wurden Unterstützungsleistungen für diese Menschen gekürzt. Beim Doppelbudget 2027/28 müsse „Schluss mit Sparen bei den Ärmsten“ sein, forderte Caritas-Präsidentin Nora Tödtling-Musenbichler am Mittwoch bei einer Pressekonferenz in Wien.

Zuletzt sei der Unterstützungsbedarf eigentlich gestiegen, erinnerte die Caritas-Chefin: Die Teuerung belaste die Menschen immer noch, gleichzeitig wurden Familienleistungen nicht wertangepasst, die Krankenversicherungsbeiträge bei Mindestpensionisten angehoben, die Zuverdienstmöglichkeiten bei Arbeitslosigkeit eingeschränkt und die Regelung für die Sozialhilfe als letztes Auffangnetz in den Bundesländern verschärft. Gleichzeitig gebe es im Sozialbereich Kürzungen, in Wien musste etwa das sozialpsychiatrische Zentrum schließen, in der Steiermark ein Projekt zur Vermittlung von Wohnraum an Migrantinnen und Migranten. Die Not armutsgefährdeter Menschen verschwinde aber nicht, nur weil man Budgets streiche, warnte Tödtling-Musenbichler. „Sie wird größer, komplexer und teurer.“