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Los Angeles – Es sind befremdliche Worte! R&B-Star Usher (47, „Nice & Slow“) und der gefallene Rap-Mogul Sean „Diddy“ Combs (56) waren nicht nur lange befreundet, sondern haben auch zusammen gewohnt und gearbeitet. Mittlerweile wurde „Diddy“ wegen Nötigung zur Prostitution und Sexualstraftaten zu 50 Monaten Gefängnis verurteilt und sitzt in New Jersey in Haft. Er hatte Frauen mit Drohungen und Gewalt zur Teilnahme an Drogen- und Sex-Partys gezwungen. Und Usher? Der hält weiter fest zu seinem Freund und Mentor.
Usher und Diddy lernten sich kennen, nachdem Usher einen Plattenvertrag bei LA Reid (69) unterschrieben hatte. Der Musikproduzent schickte den damals 13-Jährigen für ein ganzes Jahr zu Diddy nach New York. Er sollte in einer Art Superstar-Camp lernen, wie das Leben als berühmter Musiker aussieht.

So sah eine Gerichtszeichnerin „Diddy“ während des Prozesses in New York
Foto: Jane Rosenberg/REUTERS
Viele ehemalige Weggefährten gehen inzwischen auf Distanz zu „Diddy“ – doch nicht Usher! Trotz der schweren Vorwürfe und der Haftstrafe zeigt er weiterhin großen Respekt für den einstigen Musikmogul. In einem Interview mit „Forbes“ sprach der Sänger jetzt über die jahrzehntelange Freundschaft.
„Viele haben von seinen Schöpfungen profitiert“
Der US-Sänger: „Ich kann es mit keinem Gewissen vereinbaren, die wertvollen Beiträge dieses Mannes für uns als schwarze Unternehmer, für uns als Geschäftsleute, für uns als Menschen, die Kultur und Ideen in etwas Greifbares und Wirtschaftliches umsetzen, nicht anzuerkennen. So viele Menschen haben von seinen Schöpfungen profitiert. Und das erkenne ich an. Deshalb würdige ich sein Vermächtnis.“

2004 bei einer Party zum 26. Geburtstag von Usher in New York (v.l.): Sean „Diddy“ Combs (damals 35), Rapper Jay-Z (damals 35, heute 56), Usher und Sängerin Mariah Carey (damals 35, heute 56)
Foto: Getty Images
Usher hat großen Respekt vor Diddys Namen
Usher sagt, er habe zwar „sehr merkwürdige Dinge“ gesehen, als er im Alter von 13 Jahren ein Jahr lang bei „Diddy“ wohnte. Trotzdem meint er: „Ich glaube, dass manche Menschen in vielerlei Hinsicht verfolgt werden und ihre großartigen Leistungen nicht ausreichend gewürdigt werden. Ich habe nichts Negatives über Sean Combs zu sagen, denn meine Erfahrungen decken sich nicht mit den Darstellungen der Öffentlichkeit und der Art und Weise, wie er dargestellt wurde.“
Und weiter: „Ich habe großen Respekt vor seinem Namen, weil mir bewusst wurde, dass alles, was ich als Geschäftsmann gelernt habe, noch bevor ich überhaupt verstand, was ein Geschäft ist, darauf zurückzuführen ist, dass ich die unglaublichen Dinge gesehen habe, die er zu leistete, und die Art und Weise, wie er sich als Geschäftsmann positionierte.“

Einst ein gefeierter Star: der Rap-Mogul (damals 49) 2018 bei der „Vanity Fair Oscar Party“ in Beverly Hills
Foto: Danny Moloshok/REUTERS
Er bezeichnet ihn als „Mentor“, der ihn an einen „wirklich, wirklich strengen Lehrer“ erinnere, von dem er „in Echtzeit“ lernen konnte. Im Mai 2028 soll „Diddy“ aus der Haft entlassen werden.