
Frau starb im Spital in Salzburg: Zwei Ärzte vor Gericht
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Zwei Ärzte sind am Mittwoch am Landesgericht Salzburg wegen fahrlässiger Tötung zu Geldstrafen verurteilt worden. Die bisher unbescholtenen Österreicher waren laut Anklage für die Verabreichung des Schmerzmittels Novalgin an eine 83-jährige Patientin eines Spitals in Salzburg verantwortlich, obwohl in der Krankenakte die Unverträglichkeit gegen das Medikament dokumentiert war. Ein Sachverständiger führte den Tod der Frau im März 2025 auf die Novalgin-Gaben zurück.
Die Erstangeklagte erhielt eine unbedingte Geldstrafe in Höhe von 13.160 Euro, der Zweitangeklagte eine teilbedingte Geldstrafe in Höhe von 22.320 Euro, davon 11.160 Euro unbedingt. Die Urteile sind nicht rechtskräftig. Der Staatsanwalt und der Privatbeteiligtenvertreter gaben keine Erklärung ab, die Angeklagten nahmen beide Urteile an. Die Staatsanwaltschaft hat den Ärzten grob fahrlässige Tötung vorgeworfen. Der Richter konnte allerdings keine grobe Fahrlässigkeit erkennen.