Apple soll erstmals eine Hauptkamera mit 200 Megapixeln für kommende iPhones testen. Damit würde der Konzern bei der Sensorauflösung zu Samsungs Spitzenmodellen aufschließen.

Apple holt bei der Sensorgröße zu Samsung auf

Samsung hat mit seinen 200-Megapixel-Kameras einen Trend ausgelöst, dem vor allem chinesische Hersteller folgten. Apple hielt jahrelang an 12-Megapixel-Sensoren fest und setzt erst seit Kurzem auf 48 Megapixel in aktuellen iPhones. Nun soll das Unternehmen laut einem neuen Gerücht an einem Sensor mit 200 Megapixeln arbeiten. Ob diese Technik tatsächlich in die Serienproduktion geht, ist aktuell offen.

Die Informationen stammen aus einem Beitrag der bekannten Weibo-Quelle Digital Chat Station, der maschinell übersetzt wurde. Demnach testet Apple eine 200-Megapixel-Hauptkamera mit einer Größe von 1/1,2 Zoll. Dieser Sensor wäre damit größer als der 1/1,3-Zoll-Sensor, der im Galaxy S26 Ultra als Hauptkamera erwartet wird. Ein größerer physischer Sensor kann mehr Licht einfangen, was in der Regel zu detailreicheren Bildern und weniger sichtbarem Bildrauschen führt.

Von 48 auf 200 Megapixel: neue Möglichkeiten

Aktuell verbaut Apple 48-Megapixel-Sensoren in allen neuen iPhones und ermöglicht damit bereits hochauflösende Fotos. Ein Sprung auf 200 Megapixel würde jedoch zusätzliche Spielräume eröffnen. Ein Beispiel ist verlustfreier Zoom: Mit einem 200-Megapixel-Sensor wären laut dem Bericht bis zu vierfache Vergrößerung möglich, ohne dass die Bildqualität durch digitales Hochskalieren sichtbar leidet.

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Andere Hersteller wie Samsung erlauben es Nutzer:innen bereits heute, Bilder mit voller 200-Megapixel-Auflösung aufzunehmen und später verlustarm zuzuschneiden. Ein ähnlicher Ansatz wäre mit einem entsprechenden Sensor auch bei Apple denkbar. Die größere Sensorfläche in Kombination mit der hohen Auflösung würde mehr Reserven für solche Ausschnitte bieten.

Nur die Hauptkamera betroffen – weitere Sensoren bleiben bei 48 Megapixeln

In den Kommentaren zu seinem Weibo-Post präzisiert Digital Chat Station, dass Apple derzeit ausschließlich die Hauptkamera mit 200 Megapixeln teste. Tele- und Ultraweitwinkel-Kameras sollen demnach weiterhin auf 48-Megapixel-Sensoren setzen. Selbst wenn nur die Hauptkamera aufgerüstet würde, könnte das die fotografischen Möglichkeiten der iPhones deutlich erweitern. Voraussetzung ist allerdings, dass Apple sich tatsächlich für diesen Schritt entscheidet und die Technik in die eigenen Modelle übernimmt.

Parallel dazu soll Apple Berichten zufolge an einer sogenannten LOFIC-Kamera mit einem Dynamikumfang von 20 Blendenstufen arbeiten. Auch hier ist unklar, ob und wann diese Technologie in Produkten für Endkund:innen landet. Falls Apple sowohl den 200-Megapixel-Sensor als auch eine solche LOFIC-Lösung in künftigen iPhones einsetzt, könnte das für viele Nutzer:innen ein weiteres Argument sein, von einem Android-Smartphone zu wechseln. Konkrete Ankündigungen oder Zeitpläne gibt es dazu bislang jedoch nicht.

Via: https://wccftech.com
Titelbild KI (Zur Illustration)

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