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Was für ein Fußball-Krimi! Gladbach-Stürmer Haris Tabakovic (31) gewann Donnerstag mit Bosnien-Herzegowina das Play-off-Halbfinale in Wales mit 5:3 nach Verlängerung und Elfmeterschießen – die Bosnier dürfen nun Dienstag gegen Italien um ein Ticket für die Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko spielen.
Tabakovic zu Beginn auf der Bank
Ein wenig überraschend saß Tabakovic zu Beginn der Partie nur auf der Bank – obwohl der Gladbach-Stürmer im Nationalteam in den letzten drei Länderspielen gegen Malta (4:1), Rumänien (3:1) und in Österreich (1:1) jeweils getroffen hatte. Stattdessen durften Schalke-Stürmer Edin Dzeko und Ernedin Demirovic (VfB Stuttgart) vorne ran. Tabakovic kam erst in der 78. Minute, nach der walisischen Führung durch Daniel James (51., bei der Bosnien-Keeper Nickola Vasilj von St. Pauli nicht gut aussah), in die Partie – und brachte die Wende. Nach 83 Minuten hätte Tabakovic fast selbst getroffen, Wales-Keeper Darlow verhinderte das 1:1. Das fiel in der 86. Minute dann doch, Dzeko traf per Kopf zum Ausgleich. Die Verlängerung blieb torlos, im Elfmeterschießen (bei dem Tabakovic traf) hatten schließlich die Bosnier die besseren Nerven.

Tabakovic (rechts) im Duell mit dem Waliser Rogon (links)
Foto: REUTERS
Ein WM-Treffen mit Fohlen-Teamkollege Nico Elvedi für Tabakovic also weiter möglich. Hintergrund: Wenn sich Bosnien-Herzegowina auf den letzten Drücker für die Weltmeisterschaft qualifiziert, rutscht die Mannschaft in die WM-Gruppe B. Und dort wäre neben Co-Gastgeber Kanada und Katar (WM-Gastgeber von 2022) auch die Schweiz ein Gegner. Und Sturmtank Tabakovic könnte sich wie sonst im Training auch bei einer WM mit Innenverteidiger Elvedi messen …
Für einen anderen Gladbach-Profi gab es Donnerstag auch Grund zur Freude: Fohlen-Keeper Tiago Pereira Cardoso (fünf Bundesliga-Spiele für die Fohlen in der Saison 2024/25) gewann mit Luxemburg in der Nations League in Malta mit 2:0. Cardoso, die eigentliche Nummer 2 im Nationalteam, kam in der 69. Minute für den verletzten Stammkeeper Anthony Moris in die Partie.