
Wöginger und sein Verteidiger Rohregger im Schwurgerichtssal in Linz
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Noch sind nicht alle Zeugen im Amtsmissbrauchsprozess gegen ÖVP-Klubobmann August Wöginger und zwei Finanzbeamte in Linz gehört. Am Freitag, dem elften Prozesstag, wird es einmal mehr darum gehen, was der „Flurfunk“ vor der Besetzung des Vorstands für das Finanzamt Braunau verbreitete. Das zuletzt ausgesprochene Livetickerverbot sorgte schon zu Beginn für Gesprächsstoff. Wöginger will am Freitag erneut eine Erklärung abgeben.
Der Beschluss zum Livetickerverbot soll bis Ende des Beweisverfahrens aufrecht bleiben, hatte das Gericht am Dienstag entschieden. Darauf entschied Peter Pilz, am Freitag für „ZackZack“ live aus dem Schwurgerichtssaal in Linz zu tickern. Seiner Meinung nach habe das Gericht „OGH-widrig gehandelt“, weil laut OGH ein Tickerverbot nur eine Einzelfallentscheidung für eine Zeugenaussage oder für einen Tag sei, aber nicht für einen ganzen Prozess, meinte er.