
Die deutsche U21-Nationalmannschaft hat dank Nicoló Tresoldi weiter die Chance auf die direkte EM-Qualifikation. Gegen Nordirland gelang ein hochverdienter 3:0-Sieg.
Tresoldi traf in der 11. Minute vom Elfmeterpunkt zur 1:0-Führung und legte in der 41. Minute das 2:0 nach. In der 90. Minute erzielte der für Tresoldi eingewechselte Nelson Weiper den Treffer zum Endstand. Damit bleibt das DFB-Team Tabellenführer Griechenland auf den Fersen. Am Dienstag hat die Auswahl von Antonio Di Salvo die Chance, die ärgerliche 2:3-Hinspiel-Niederlage vom 10. Oktober 2025 auswärts wettzumachen und die Spitze in der Gruppe F zu übernehmen. Danach folgen bis zum 6. Oktober 2026 noch Partien in Lettland, auf Malta und gegen Georgien.
Pfeil rechts
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Tresoldi sagte anschließend bei Pro7Maxx: „Das war ein schöner Abend, ich fühle mich sehr wohl in dieser Mannschaft. Wir müssen allerdings früher das dritte Tor machen, da hatten wir Chancen genug.“ Coach Antonio Di Salvo analysierte: „Wir haben eine gute erste Halbzeit gespielt, in der zweiten Halbzeit haben wir die vielen langen Bälle gut wegverteidigt. Offensiv bin ich da nicht ganz zufrieden, da hat uns manchmal die Geduld gefehlt.“
Noch mehrere Großchancen vergeben
Die Führung gegen die Nordiren in Braunschweig hatte Tresoldi selbst eingeleitet. Der Stürmer von Club Brügge erahnte einen viel zu lasch gespielten Rückpass und ging allein auf Keeper Fraser Barnsley zu, der ihn regelwidrig von den Beinen holte. Barnsley kam mit Gelb davon, weil die Absicht erkennbar war, dass er den Ball spielen wollte – beim knallharten Elfmeter von Tresoldi war er machtlos.
In der Folge hätte Deutschland durch Said El Mala und Kapitän Tom Bischof, die sich beide noch Hoffnungen auf die A-Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko machen dürfen, bereits nachlegen können. Das zweite Tor gelang dann aber erst vier Minuten vor der Pause, als Brajan Gruda eine Flanke auf Lukas Ullrich schlug, der per Kopf für Tresoldi ablegte – der musste aus fünf Metern nur noch ins leere Tor köpfen.
Nicolo Tresoldi von Brügge hat schon sechs Tore in sechs Spielen in der laufenden EM-Qualifikation.
Rettungstat von Backhaus
Auf der anderen Seite kam wenig auf das Gehäuse von Mio Backhaus, der aber in der 14. Minute eine Großtat zeigen musste. Nach einem Freistoß fischte er einen Kopfball von Matthew Orr aus dem rechten Winkel, ansonsten blieb die Offensive der Nordiren weitgehend harmlos.
Zu Beginn des zweiten Durchgang drängte Deutschland vehement auf die Vorentscheidung. Erst verpasste El Mala mit einem Dropkick von der halblinken Seite nur knapp das 3:0. Noch enger war es zwei Minuten später, als der gerade erst eingewechselte Mert Kömür einen Klasse-Schlenzer von der Strafraumgrenze auspackte und die Kugel ans rechte Lattenkreuz klatschte.
Kurze Drangphase der Nordiren
Ab der 55. Minute machten dann aber auch die Gäste mal richtig Druck und hatten zweimal den Anschlusstreffer auf dem Fuß. Zunächst scheiterte Mackenzie Kirk mit einem Flachschuss an Backhaus, denn zielte Eoin Kenny aus kurzer Distanz über die Latte.
Anschließend fingen sich die Deutschen aber zügig wieder, zudem brachten sich die Nordiren durch viele Auswechslungen selbst aus dem Rhythmus. Zehn Minuten vor dem Ende sorgte ein direkter Freistoß von Cole Brannigan noch einmal für, doch auch diesen scharf geschossenen Ball hielt Backhaus sicher fest. Als die Kräfte der Nordiren nachließen, legte Joker Weiper kurz vor dem Ende noch den dritten Treffer nach, aus kurzer Distanz spitzelte er die Kugel nach erneuter Ullrich-Vorarbeit mit der Pike über die Linie.
