Newsblog zum Krieg in der Ukraine
Russland plant Exportverbot für Benzin ab April
Aktualisiert am 27.03.2026 – 21:24 UhrLesedauer: 17 Min.
Brennende Öltanks im russischen Ostseehafen Ust-Luga: Die Ukraine hat ihre Angriffe auf Russlands Ölindustrie zuletzt intensiviert. (Quelle: 2026 Planet Labs PBC)
Die Angriffe auf Russlands Ölindustrie machen sich offenbar bemerkbar. Moskau beklagt einen „Terroranschlag“ in Tschechien. Alle Entwicklungen im Newsblog.
Der russische Vize-Ministerpräsident Alexander Nowak hat das Energieministerium angewiesen, einen Beschluss für ein Exportverbot von Benzin ab dem 1. April auszuarbeiten. Nowak begründete den Schritt in einer Erklärung mit starken Preisschwankungen auf dem Weltmarkt infolge des Krieges im Nahen Osten. Die inländische Versorgung mit Sprit sei durch stabile Verarbeitungsmengen gesichert, so Nowak.
Der staatlichen Nachrichtenagentur Tass zufolge soll der Ausfuhrstopp bis zum 31. Juli gelten. Russland schränkte bereits im vergangenen Jahr die Ausfuhr von Kraftstoffen zeitweise ein, um Engpässe und Preissteigerungen im Inland zu bekämpfen. Die Ukraine greift seit vergangenem Jahr verstärkt russische Energieanlagen an. In den vergangene Wochen hat Kiew die Kampagne verstärkt und soll etwa 40 Prozent der russischen Exportkapazitäten für Öl zerstört haben.
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Ein Brandanschlag auf das russische Kulturzentrum in Prag hat die ohnehin angespannten Beziehungen zwischen Tschechien und Russland weiter verschärft. Nach Angaben der tschechischen Polizei wurden am Donnerstagabend mehrere Molotow-Cocktails auf das sogenannte Russische Haus geworfen. Moskau bestellte daraufhin den tschechischen Botschafter ein. Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, verurteilte die Tat als „barbarischen Akt“ und verlangte eine schnelle Aufklärung. Auch Tschechiens Innenminister Lubomir Metnar verurteilte den Angriff.
Der Leiter des Kulturzentrums, Igor Girenko, sprach in einer vom russischen Außenministerium verbreiteten Videobotschaft von einem „Terroranschlag“. Nach seinen Angaben trafen drei Brandsätze die Fassade, drei weitere seien ins Gebäude geworfen worden, aber nicht explodiert. Verletzt wurde demnach niemand. An dem Gebäude waren schwarzer Ruß und ein zerbrochenes Fenster zu sehen.
