Zum Abschluss der 20. Bundesliga-Runde duellierten sich der LASK und FC Red Bull Salzburg vor 13.669 Zuschauern in der Raiffeisen-Arena um die Tabellenführung. Die Roten Bullen konnten im ersten Spiel unter der Leitung von Neo-Coach Daniel Beichler ein starkes Statement setzen und einen klaren 5:1-Auswärtssieg einfahren. Während die Mozartstädter die Tabellenführung behaupteten und sogar ausbauen konnten, kassierten die Linzer Athletiker die erste Pflichtspielniederlage seit der Rückkehr von Trainer Dietmar Kühbauer (letzte Liga-Niederlage am 27. September 2025 in Wolfsberg, 0:1).

Bullen starten wie die Feuerwehr ins Spitzenspiel
Das Spitzenspiel in der Raiffeisen-Arena begann mit hoher Intensität. Schon nach wenigen Sekunden kam Mbuyamba für Salzburg gefährlich durch, konnte aber Konate noch nicht erfolgreich bedienen (1.). Die Bullen zeigten sofort, dass sie die Kontrolle übernehmen wollten. Erste kleine Offensivaktionen von Baidoo über die rechte Seite wurden noch abgefangen, aber es zeigte sich früh: Salzburg sucht Tempo und Präzision.
Die ersten Treffer ließen aber nicht lange auf sich warten: Kerim Alajbegović erzielte nach einem kraftvollen Schuss aus 20 Metern die frühe Führung für Salzburg (6.), nur wenige Minuten später nutzte Karim Konaté eine Unachtsamkeit der LASK-Abwehr, um auf 0:2 zu erhöhen (10.).
Die Linzer zeigten sich nicht geschockt: Nach einem Ballverlust von Kitano ergab sich eine hundertprozentige Chance für Samuel Adeniran, die er jedoch knapp vergab (13.). Kurz darauf erzielte Sasa Kalajdzic nach Vorarbeit von Christoph Lang mit einem abgefälschten Schuss den Anschlusstreffer zum 1:2 (18.).
Salzburg stabilisierte sein Spiel und kontrollierte das Mittelfeld deutlich besser. Nach einer Abwehrschwäche der LASK-Hintermannschaft kam Sota Kitano aus spitzem Winkel zum Abschluss und erhöhte auf 1:3 (37.). Salzburg spielte damit clever, nutzte die Räume und zeigte Effizienz in der Chancenverwertung.

Topspiel wird zur eindeutigen Angelegenheit
Nach der Pause begann der LASK sofort mit offensiver Dynamik, suchte den Anschluss. Lang setzte Bello in Szene, dessen Abschluss wurde jedoch von Lainer entscheidend geblockt (47.). Salzburg zog sich anschließend leicht zurück, blieb aber wachsam für Kontergelegenheiten.
Die Vorentscheidung fiel schließlich durch einen perfekt getimten Kopfball von Konaté nach einer Flanke von Krätzig, der auf 1:4 erhöhte (64.). Nachdem der eingewechselte Adeniran eine große Chance auf das 2:4 vergeben hatte, bejubelte Karim Konaté seinen vermeintlichen Dreierpack. Sein Tor zählte aufgrund einer knappen Abseitsposition beim Zuspiel von Bidstrup, der einen schweren Patzer von Andrade genützt hatte, jedoch nicht (79.).
In der Nachspielzeit erzielte der eingewechselte Damir Redzic gar den fünften Treffer für die Salzburger, die ihrem neuen Trainer Daniel Beichler einen perfekten Einstand bescherten. Der Neo-Coach liegt mit seinen Schützlingen nun zwei Punkte vor dem neuen Tabellenzweiten SK Sturm Graz.
LASK – FC Red Bull Salzburg 1:5 (1:2)
Sonntag, 22.02.2026 (17:00 Uhr); Raiffeisen-Arena, Linz; 13.669 Zuschauer; SR Alexander Harkam
LASK: Jungwirth; Mbuyamba, Alemao, Andrade; Jörgensen, Bogarde (90./Coulibaly), Horvath, Bello (90./Kacavenda); Lang (67./Adeniran); Kalajdzic (81./Entrup), Usor (81./Flecker); Trainer: Didi Kühbauer.
Salzburg: Schlager; Lainer, Gadou, Drexler, Krätzig (90./Terzic); Bidstrup, Diabaté, Kitano (67./Yeo); Baidoo (84./Redzic), Konaté (84./Onisiwo), Alajbegovic (90./Bischoff); Trainer: Daniel Beichler.
Tore: Kalajdzic (18.) bzw. Alajbegovic (6.), Konaté (10., 64.), Kitano (37.), Redzic (90.+5)
Gelbe Karten: Keine bzw. Lainer
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