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Berlin – Es sollte ein Abend der Kunst sein, doch es wurde ein Abend der politischen Provokation. Der syrisch-palästinensische Filmemacher Abdallah Alkhatib (37, ausgezeichnet für das beste Spielfilmdebüt „Chronicles From the Siege“) nutzte das Scheinwerferlicht der Berlinale für eine heftige Attacke. Mit einer Palästinenser-Flagge auf der Bühne warf er der deutschen Regierung vor, Partner eines „Völkermords im Gazastreifen“ zu sein.
Im Publikum saß als einziger Vertreter der Bundesregierung Umweltminister Carsten Schneider (50, SPD). Er fackelte nicht lange: Während der Hass-Rede stand Schneider auf und verließ laut einem Sprecher den Saal!

Regisseur Abdallah Alkhatib hält auf der Berlinale-Bühne eine Palästinenser-Flagge (falsch herum) hoch und hetzt gegen Israel
Foto: Geisler-Fotopress

Einziger Vertreter der Bundesregierung bei der Berlinale: Umweltminister Carsten Schneider (50, SPD)
Foto: EPA
Drohung von der Bühne
Ein Sprecher des Umweltministeriums stellte im Anschluss klar: „Bundesminister Schneider hält diese Aussagen für nicht akzeptabel.“ Deshalb hat Schneider den Saal während der Rede verlassen. Die Position der Bundesregierung ist eindeutig: Israel begeht keinen Völkermord im Gazastreifen. Das Land verteidigt sich nach dem Terrorangriff vom 7. Oktober 2023.
Alkhatib gab sich unversöhnlich: „Wir werden uns an jeden erinnern, der an unserer Seite stand, und wir werden uns an jeden erinnern, der gegen uns war“, rief er in den Saal. Sein Ziel: „Ein freies Palästina von jetzt bis ans Ende der Welt.“ Der Filmemacher kündigte an, eines Tages werde es ein wunderbares Filmfestival in Gaza geben. Das Publikum reagierte zweigeteilt mit Applaus, aber auch Zwischenrufen.
„Abstoßende Szenen“
Kulturstaatsminister Weimer (61) kritisiert das Verhalten der Israel-Hasser bei der Berlinale. Auf BILD-Anfrage teilte er mit: „Die Pali-Aktivistenszene hat auf der Berlinale mit Israel-Hass, Aggressivität und Bekenntnisnötigungen ihre hässliche Fratze gezeigt. Es wurden Jury-Arbeiten und Preisverleihungen für politische Destruktion missbraucht und vielen Künstlerinnen und Künstlern ihr einmaligen Moments der Würdigung ihre Arbeit genommen.“
Kontroversen und politische Debatten gehörten ohne Zweifel zur DNA der Berlinale. „Aber der Israel-Hass und die Aktivisten-Aggressivität bewussten Missverstehens sind das Gegenteil von humanistischer Toleranz“, so Weimer.
CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann (50) sagte zu BILD: „Völkermord-Vorwürfe, antisemitische Ausfälle und Drohungen gegen Deutschland auf der Berlinale sind absolut inakzeptabel. Die abstoßenden Szenen bei der Preisverleihung unterstreichen die Notwendigkeit, klar Stellung zu beziehen und Antisemitismus als besonders schweren Fall der Volksverhetzung einzustufen.