Erzbischof Josef Grünwidl hat seine besten Wünsche für das anstehende Pessachfest übermittelt. In dem an den Oberrabbiner Jaron Engelmayer und die jüdische Gemeinde gerichteten Schreiben versicherte er der ganzen jüdischen Gemeinschaft Freundschaft und Solidarität.

Österreichs Pilger-Hospiz in Jerusalem hat neuen Rektor

Der Wiener Priester Franz Xaver Brandmayr (70) wird neuer Rektor des Österreichischen Pilger-Hospizes in Jerusalem. Das bestätigte der für die Ernennung zuständige Wiener …

Wie sein Vorgänger, Kardinal Christoph Schönborn, verbürge er sich auch für den Frieden und die Freundschaft zwischen den Religionen in Österreich, so Erzbischof Grünwidl. Dabei sei es eine große Befreiung auch für die Christen, den „älteren Geschwistern im Glauben nicht mehr mit Vorwurf und Verdächtigung zu begegnen, sondern in Frieden und Verbundenheit mit ihnen zu leben.

Jüdische Gemeinde als Geschenk

Der Erzbischof erinnert daran, dass vor 80 Jahren, am 8. April 1946, die neuerrichtete Israelitische Kultusgemeinde erstmals nach der Shoah wieder zusammentrat. Wenn heute der Antisemitismus wieder zunehme, wolle er im Namen der katholischen Kirche sagen, dass das Bestehen der jüdischen Gemeinde in Wien und Österreich ein großes Geschenk sei. Die katholische Kirche stehe fest an ihrer Seite.

Gemeinsame Verantwortung

Herzliche Glückwünsche sprachen dem Oberrabbiner und der jüdischen Gemeinde auch der Koordinierungsausschuss für christlich-jüdische Zusammenarbeit aus. Der Verein, der sich das Engagement im Dialog zwischen den beiden Religionen zum Ziel gesetzt hat, betonte in dem Schreiben auch die gemeinsame Verantwortung von Juden und Christen für Gerechtigkeit und Frieden auf der Welt.

(kap – cf)