Newsblog zum Krieg in Nahost

Trump: Haben „Regimewechsel in Iran“ herbeigeführt

Aktualisiert am 30.03.2026 – 07:24 UhrLesedauer: 64 Min.

Trump spricht vom Regimewechsel in Teheran. Wenn er damit meint, dass dort nun noch radikalere Leute an der Macht sind, hat er wohl recht.Vergrößern des Bildes

Trump spricht von einem Regimewechsel in Teheran. Wenn er damit meint, dass dort nun noch radikalere Leute an der Macht sind, hat er wohl recht. (Quelle: Jose Luis Magana/Reuters)

Israel ordnet die Ausweitung der Pufferzone im Libanon an. Die Mullahs veröffentlichen eine neue Chamenei-Botschaft. Alle Entwicklungen im Newsblog.

Der Iran-Krieg hat nach der Auffassung von Donald Trump einen „Regimewechsel“ in Teheran erreicht. „Wir haben einen Regimewechsel gehabt“, sagte Trump am Sonntag vor Journalisten an Bord der Präsidentenmaschine Air Force One. Seine Regierung habe es bei Gesprächen mit der iranischen Führung „mit anderen Leuten zu tun als mit denen, mit denen jemals zuvor jemand zu tun hatte“, sagte Trump.

Die Regierung in Teheran sei „eine ganze andere Gruppe von Leuten“, sagte der US-Präsident. „Daher würde ich das als Regimewechsel betrachten.“ Experten betrachten die derzeitige Führung im Iran hingegen als noch radikaler als ihre Vorgänger. Zugleich deutete Trump erneut ein baldiges Abkommen mit Teheran über eine Beendigung des Krieges an. „Ich denke, wir werden ein Abkommen mit ihnen schließen, ich bin mir fast sicher“, sagte er.

Teheran habe zudem zugestimmt, seine Blockade der strategisch und wirtschaftlich wichtigen Straße von Hormus zu lockern, teilte Trump mit. Die iranische Führung erlaube 20 Öltankern die Durchfahrt durch die Meerenge. „Das beginnt morgen früh, für die nächsten Tage“, sagte Trump.

US-Präsident Donald Trump würde nach eigenen Angaben gerne die Kontrolle über Irans Öl übernehmen. „Um ehrlich zu sein, am liebsten würde ich mir das Öl im Iran nehmen“, sagte der Republikaner in einem Interview mit der britischen Zeitung „Financial Times“ (FT). Er fügte demnach hinzu: „Aber einige dumme Leute in den USA sagen: ‚Warum tust du das?‘ Aber das sind dumme Leute.“

Für einen solchen Schritt müsste das US-Militär wohl die iranische Insel Charg im Persischen Golf einnehmen, über die etwa 90 Prozent der Erdölausfuhren des Landes abgewickelt werden.

Das Pentagon habe die Entsendung von rund 10.000 Soldaten angeordnet, die für die Eroberung und Sicherung von Land ausgebildet sind, berichtete die Zeitung. Ein Angriff auf den Exportknotenpunkt Charg wäre jedoch riskant. „Vielleicht nehmen wir die Insel Charg ein, vielleicht auch nicht. Wir haben viele Optionen“, wurde Trump von der FT zitiert. „Es würde auch bedeuten, dass wir eine Weile dort (auf Charg) bleiben müssten.“