Mit dem neuen MacBook Neo könnte Apple wieder einmal ein Kassenschlager gelungen sein. Das für Apple-Verhältnisse mit nur 700 Euro sehr günstige Notebook sorgt auch bei der Konkurrenz für Nervosität.

Allerdings müssen sich Käufer darüber im Klaren sein, dass gerade bei Apple ein günstiger Preis mit Verzicht einhergeht. Beim MacBook Neo hat der Hersteller insbesondere an der Hardware gespart. Nicht nur der Arbeitsspeicher ist mit 8 GB nicht besonders groß, auch der Prozessor liegt leistungstechnisch hinter den Chips der M-Serie zurück, die bisher in Mac-Rechnern eingesetzt wurden.

Das bedeutet jedoch nicht, dass der A18 Pro, der eigentlich für iPhones entwickelt wurde, unter Last nicht hohe Temperaturen erreichen kann und dann heruntergetaktet werden muss, um eine Überhitzung zu vermeiden. Zumal der Hersteller auf einen zusätzlichen Lüfter zur Kühlung verzichtet. Das führt dazu, dass die Leistung reduziert wird, sobald die Temperatur einen kritischen Punkt überschreitet.

Prozessor-Temperatur des Macbook Neo steigt unter Last sprunghaft

Das MacBook Neo scheint an dieser Stelle jedoch besonders empfindlich zu sein, wie der YouTuber Kirk Endsley feststellen musste. Bei Leistungstests mit dem Benchmark-Programm Cinebench fiel ihm auf, dass die angezeigte CPU-Temperatur nahezu sprunghaft ansteigt, sobald der Prozessor belastet wird.

Die Ursache für dieses Verhalten findet sich im Inneren, wie Endsley mithilfe einer Wärmebildkamera zeigt. Nach dem Entfernen des Deckels auf der Rückseite wird unter anderem der schlanke Heatspreader sichtbar, der für die Kühlung des Prozessors zuständig ist. Dieser kann an der Oberfläche Temperaturen von bis zu 105 °C erreichen, wie die Messungen mit der Wärmebildkamera ergaben. Dabei macht sich das Fehlen eines Lüfters oder auch nur einer passiven Luftzufuhr deutlich bemerkbar.

Das Gehäuse wird zum Kühlkörper

Dieser enormen Wärmeentwicklung kann man jedoch mit einem einfachen Trick begegnen, wie Endsley ebenfalls zeigt. Er platziert auf der Oberfläche des Heatspreaders ein Wärmeleitpad von Thermal Grizzly mit einer Höhe von nur einem Millimeter, das bei Amazon bereits für etwa 10,90 Euro erhältlich ist.

Wird das MacBook anschließend wieder zusammengeschraubt, wird der Heatspreader direkt mit dem Gehäuse verbunden. Die Abwärme des Prozessors wird an das Aluminium der Außenschale abgegeben, die damit als Kühlkörper dient. Nach diesem kleinen Tuning zeigen sich bereits im Cinebench deutliche Verbesserungen. Die Energieaufnahme sinkt nicht mehr unter 10 Watt, und die Leistung verbessert sich um etwa zehn Prozent. Dafür muss man nach dem Umbau mit einer erhöhten Gehäusetemperatur rechnen.

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