2026 steht für den Eurovision Song Contest (ESC) ein besonderes Jubiläum an: Der größte Musikwettbewerb der Welt feiert sein 70-jähriges Bestehen unter dem Motto „United by Music“. Da der ESC für gewöhnlich im Heimatland des Vorjahresgewinners ausgerichtet wird, findet die Jubiläumsausgabe nach dem Sieg des österreichischen Countertenors JJ 2025 dieses Jahr in Wien statt. Dort schicken 35 teilnehmende Länder ihre besten Musikerinnen und Musiker ins Rennen. Welcher Musik-Act beim großen ESC-Finale am 16. Mai für Deutschland antreten darf, wird im Rahmen des ESC-Vorentscheids ermittelt.
Vergangenes Jahr zog Stefan Raab die Suche nach dem deutschen ESC-Vertreter in Zusammenarbeit mit der ARD und RTL als mehrteilige Castingshow mit dem Titel „Chefsache ESC 2025“ auf. Das Geschwisterduo Abor und Tynna setzte sich im Vorentscheid durch, im ESC-Finale in Basel reichte es dann allerdings nur für Platz 15. Für den diesjährigen deutschen Musik-Act ist also noch Luft nach oben. Hier erhalten Sie einen Überblick, welche Künstlerinnen und Künstler 2026 in der Vorauswahl stehen, wann und wo der deutsche ESC-Vorentscheid übertragen wird und wie die Publikumsabstimmung funktioniert.
ESC-Vorentscheid 2026 in Deutschland: Sendetermin – wann findet das Finale statt?
Viele Musikerinnen, Sänger und Bands träumen davon, beim ESC für Deutschland antreten zu dürfen. Bis zur großen Bühne in Wien ist es allerdings ein langer Weg. Zunächst müssen die Musik-Acts ein mehrstufiges Auswahlverfahren durchlaufen, in dem sie unter anderem an Songwriting-Camps teilnehmen und sowohl von Expertinnen und Experten aus der Musikbranche als auch von einer Publikumsjury bewertet werden.
Seinen Höhepunkt erreicht der diesjährige ESC-Vorentscheid mit dem Finale in Berlin, bei dem sich die neun vielversprechendsten Künstlerinnen und Künstler zum ersten Mal auf der großen Live-Bühne präsentieren können. Das Finale des deutschen ESC-Vorentscheids findet am Samstag, dem 28. Februar 2026, zur Primetime um 20.15 Uhr statt. Barbara Schöneberger und Hazel Brugger führen als Moderatorinnen und ESC-Expertinnen durch die Show.
Deutscher ESC-Vorentscheid 2026: Übertragung live im TV und Stream
Im vergangenen Jahr wurde der deutsche ESC-Vorentscheid auf vier Live-Shows aufgeteilt, die auf RTL und in der ARD ausgestrahlt wurden. 2026 wird nur das Finale am 28. Februar als Live-Show aufgezogen und im Ersten übertragen. Alternativ können Zuschauerinnen und Zuschauer das Finale des ESC-Vorentscheids auch online via Live-Stream in der ARD-Mediathek verfolgen.
Abstimmung beim ESC-Vorentscheid 2026: Wie funktioniert das Publikumsvoting?
Im Finale des deutschen ESC-Vorentscheids treten neun Musik-Acts gegeneinander an. Nachdem alle Anwärterinnen und Anwärter ihren jeweiligen ESC-Song präsentiert haben, werden sie zunächst von einer internationalen Jury bewertet, die sich aus Musikexpertinnen und -experten aus 20 ESC-Teilnehmerländern zusammensetzt. Die Juroren küren drei der neun Künstlerinnen und Künstler zu ihren Favoriten.
Darüber, welcher dieser drei Kandidatinnen und Kandidaten das begehrte Ticket nach Wien ergattern kann, entscheidet im zweiten Schritt das Publikum. Die Zuschauerinnen und Zuschauer können dann für ihren Lieblingsact abstimmen. Wer am Ende die meisten Stimmen im Publikumsvoting sammeln konnte, darf Deutschland im Mai beim ESC vertreten.
ESC-Vorentscheid 2026 in Deutschland: Diese Teilnehmer treten im Finale auf
BELA

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BELA
Foto: Claudius Pflug, picture alliance/dpa/ARD/SWR
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BELA
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Der aus München stammende Musiker BELA hat seine Leidenschaft für die Musik bereits früh entdeckt und begann mit 16 Jahren, an eigenen Projekten zu arbeiten. In seinen Songs setzt er auf moderne Beats und direktes Storytelling. BELAs ESC-Beitrag „Herz“ erzählt von Selbstzweifeln, Liebe und dem Mut, sich auf Nähe einzulassen, auch wenn man aus verschiedenen Welten stammt.
Dreamboys The Band

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Dreamboys The Band
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Dreamboys The Band
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Die vier Singer-Songwriterinnen Nina Caroline, Philippa Kinsky, Villforth und Jo The Man The Music waren schon seit mehreren Jahren als Solomusikerinnen unterwegs, bevor sie sich 2025 in Berlin zum gemeinsamen Bandprojekt Dreamboys The Band zusammenfanden. Mit dem Indie-Pop-Song „Jeanie“ wollen sie die große ESC-Bühne erobern.
Laura Nahr

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Laura Nahr
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Laura Nahr
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Akustikgitarre, Klavier und ihre Stimme: Mehr braucht die in Magdeburg aufgewachsene Musikerin Laura Nahr nicht, wenn sie live auf der Bühne steht. Ihr Song „Wonderland“ lässt sich als Singer-Songwriter-Pop mit Tiefgang bezeichnen, der das Chaos des Erwachsenwerdens und die Suche nach sich selbst thematisiert.
Malou Lovis

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Malou Lovis
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Malou Lovis
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Dem einen oder anderen ESC-Fan dürfte Malou Lovis bereits als Gewinnerin der 13. Staffel der Gesangs-Castingshow „The Voice of Germany“ bekannt sein. Weitere Bühnenerfahrung sammelte sie als Support-Act der Band Tokio Hotel, die sie auf ihrer Europatour begleitete. In ihrem Song „When I’m with you“ verbindet sie emotionale Tiefe mit zeitgemäßem Pop.
Molly Sue

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Molly Sue
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Auch ESC-Anwärterin Molly Sue konnte ihr Gesangstalent schon bei „The Voice Kids“ und „Deutschland sucht den Superstar“ vor der Kamera unter Beweis stellen. Mit ihrer Ausstrahlung, ihrer Stimme und emotionalem Power-Pop-Sound will sie im weltweit größten Musikwettbewerb überzeugen.
MYLE

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MYLE
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Auf gitarrenlastigen Pop setzt der 25-jährige Deutsch-Amerikaner MYLE, der mit Folk, Blues und Jazz aus der alten Jukebox seiner Großeltern aufgewachsen ist. In seiner Musik verarbeitet er Themen wie mentale Krisen, Zweifel und Selbstvertrauen. Zu seinem ESC-Song „A OK“ hat ihn die persönliche Begegnung mit einem Fan inspiriert.
Ragazzki

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Ragazzki
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Das frisch gegründete Duo Ragazzki besteht aus Multi-Instrumentalist, Produzent und Social-Media-Creator Marti Fischer und seinem Musiker-Kollegen David „Miirtek“ Starosciak, die beide zusammen bereits mehrere Millionen Streams verzeichnen können. Beim ESC wollen sie mit einer energiegeladenen Mischung aus Italo-Disco und Polska-Pop überzeugen.
Sarah Engels

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Sarah Engels
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Sarah Engels
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2011 erreichte Sarah Engels den zweiten Platz bei „Deutschland sucht den Superstar“, landete im Anschluss große Chart-Erfolge und wurde für den Musikpreis „Echo“ nominiert. Mittlerweile ist sie auch als Moderatorin, Synchronsprecherin und Musicaldarstellerin tätig. Mit dem Song „Fire“ setzt die Kölnerin ein Zeichen für Empowerment und Selbstbestimmung.
Wavvyboi

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Wavvyboi
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Wavvyboi lässt sich nicht gerne in Schubladen stecken. Vielmehr macht er es sich mit seinem vielschichtigen Sound zur Aufgabe, Genregrenzen zu sprengen. Der aus Liechtenstein stammende Musiker vereint Rockstar-Attitüde mit Verletzlichkeit und widmet sich in seinen Songs komplexen Themen wie mentaler Gesundheit und queerer Identität.
Lina Frijus-Plessen
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