Hollywood-Star Chris Pratt hat ein paar der größten Blockbuster der vergangenen Dekade angeführt, von Guardians of the Galaxy bis zu Jurassic World. Zuletzt entpuppte sich seine Rollenwahl jedoch als nicht mehr so treffsicher. Im Januar spielte er in einem der bisher größten Flops des Jahres mit: dem Sci-Fi-Thriller Mercy.

Obwohl sich die Geschichte eigentlich sehr spannend anhört, ging der Film auf der großen Leinwand komplett unter und konnte nicht einmal seine Produktionskosten einspielen. Kein Wunder, dass er jetzt schon im Abo zur Verfügung steht. Letztes Wochenende kam Mercy zu Amazon Prime – und stieg direkt auf Platz 1 in die Charts ein.

Mercy bei Amazon Prime: Sci-Fi-Thriller mit Chris Pratt

Mercy entführt ins Jahr 2029 und stellt uns eine düstere Zukunftsvision vor, in der die Straßen von Los Angeles von Verbrechen überschwemmt werden. Von einer „Crime Epidemic“ ist die Rede. Um die Situation wieder in den Griff zu bekommen, wird eine KI-Richterin ins Leben gerufen, die binnen 90 Minuten ein Urteil ausspricht.

Detective Chris Raven (Chris Pratt) hat das Programm erfolgreich auf den Weg gebracht. Plötzlich sitzt er jedoch selbst der KI-Richterin Maddox (Rebecca Ferguson) gegenüber und muss seine Unschuld beweisen. Denn angeblich hat er seine Frau ermordet – und die Beweislast ist erdrückend. Raven ist zu 97,5 Prozent der Täter.

Inszeniert wurde Mercy von Timur Bekmambetov, der sich zuletzt vor allem mit Desktop-Thrillern beschäftigt hat, die sich ausschließlich auf Computerbildschirmen abspielen. Auch in seinem neuesten Werk tauchen viele dieser Bildscirme als große virtuelle Hologramme auf, während Chris Pratt Schweißperlen über die Stirn laufen.

Mercy ist der unangefochtene Platz 1 in Amazon-Charts

Trotz spannender Prämisse war Mercy kein Erfolg im Kino. Den Produktionskosten von 60 Millionen US-Dollar steht mit nur 55 Millionen US-Dollar ein mageres Einspielergebnis gegenüber. Dazu kommen nicht näher bezifferte Ausgaben für das Marketing und die Einnahmenbeteiligung der Kinos. Von Profit kann hier keine Rede sein.

Womöglich gestaltet sich das Streaming-Leben des Sci-Fi-Thrillers als etwas erfolgreicher. Zumindest hatte es Mercy bei Amazon Prime direkt auf Platz 1 geschafft und thront dort immer noch – nicht nur in Deutschland. Laut Flixpatrol  verteidigt der Film in aktuell insgesamt 30 Ländern erfolgreich die Spitzenposition.

Jetzt ist nur die Frage, ob der Streaming-Erfolg des Films genügt, um die Leinwandpleite zu kaschieren. Mercy scheint beim Prime-Publikum auf alle Fälle einen Nerv getroffen zu haben. Selbst der actiongeladene Neustart Pretty Lethal – Schön tödlich konnte sich bislang nicht an dem Sci-Fi-Thriller mit Chris Pratt vorbeischieben.