Julian Nagelsmann sieht bei der deutschen Fußball-Nationalmannschaft auf dem Weg zur WM im Sommer noch Steigerungsbedarf.

„Wir haben die Positionen nicht mehr gut besetzt, hatten wieder sehr viel Freestyle, wie in der Schweiz. Dann sind wir sehr konteranfällig“, sagte der DFB-Bundestrainer nach dem 2:1 (1:0) gegen Ghana am Montag in Stuttgart.

Spätes Siegestor: Deutschland besiegt Ghana knapp

Die Mannschaft habe es sich damit nach 25 sehr guten Minuten „ein bisschen selbst schwer“ gemacht. „Gezittert haben wir nicht, aber klar, das 1:1 dürfen wir so nicht fressen“, kritisierte Nagelsmann. „Josha Vagnoman ist voll auf die Balleroberung gegangen, da muss er einfach versuchen,  abzulaufen. Im Strafraum haben wir zudem die Mannbindung verloren.“ Dennoch war der deutsche Bundestrainer nicht unzufrieden: „In meinen Augen haben wir besser gespielt als gegen die Schweiz, auch wenn wir weniger Tore gemacht haben.“

Nagelsmann muss „finale Entscheidungen treffen“

Nagelsmann will sich nun darauf konzentrieren, die WM-Gegner zu analysieren, beginnend beim Spiel von Ecuador in den Niederlanden am Dienstag. „An der Idee wird sich nicht mehr so, so viel ändern“, schränkte er aber ein: „Wir müssen viele Gespräche führen und finale Entscheidungen treffen.“

Die Stimmen zum knappen DFB-Sieg:

Julian Nagelsmann (DFB-Bundestrainer): „Wir haben die Positionen nach 25 Minuten nicht mehr gut besetzt, hatten wieder sehr viel Freestyle, wie in der Schweiz. Dann sind wir sehr konteranfällig. Gezittert haben wir nicht, aber klar, das 1:1 dürfen wir so nicht fressen. Josha Vagnoman ist voll auf die Balleroberung gegangen, da muss er einfach versuchen, abzulaufen. Im Strafraum haben wir zudem die Mannbindung verloren. In meinen Augen haben wir besser gespielt als gegen die Schweiz, auch wenn wir weniger Tore gemacht haben.“

Pfiffe gegen Sane & Undav-Sprechchöre bei DFB-Sieg

Deniz Undav: „Es war krass zu hören, wie die Fans hinter mir stehen. Ich genieße das. Es war ein perfekter Abend, Sieg geholt, entscheidendes Tor gemacht – top. Wir haben in der ersten Halbzeit komplett die Kontrolle und müssen mehr Tore machen. So bleibt es gefährlich gegen so eine Mannschaft. Aber wir haben weitergemacht. Wir müssen effizienter werden und an Kleinigkeiten arbeiten. Ich kenne meine Rolle. Aber durch Tore und auch wichtige Tore kann sich die Rolle vielleicht verändern.“

Nübel freut sich für Matchwinner Undav: „Für ihn super“

Nick Woltemade: „Die ersten 25 Minuten waren sehr gut von uns, da hat das Tor gefehlt. Dann wurde es ein bisschen wild, weil wir ein bisschen unruhig waren, weil es nicht direkt geklingelt hat. Die zweite Halbzeit waren wir dann dominant. Es waren nur Kontersituationen gefährlich, davon haben wir ein bisschen zu viele zugelassen und hatten nicht mehr so die Kontrolle. Mit einem Sieg lässt es sich besser nach Hause fahren.“

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(SID).

Beitragsbild: Imago.