Als "kreativer Zeichner" ist KI dem Menschen deutlich unterlegen

Als „kreativer Zeichner“ ist KI dem Menschen deutlich unterlegen

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Ein ziemlich durchwachsenes Zeugnis für die Annäherungen von Künstliche Intelligenz-Systemen (KI) an künstlerisch-kreative Zeichenaufgaben stellt eine Studie im Fachmagazin „Advanced Science“ selbigen aus. Ein Team aus Spanien mit Beteiligung aus Wien ließ Künstler, Nicht-Künstler, ein menschlich-unterstütztes KI-System und einen autonomen KI-Agenten an bestimmte Zeichenaufgaben herangehen. Die Bewertungen der Ergebnisse fielen sehr eindeutig pro Mensch aus.

Nachdem große Sprachmodelle (LLMs) bzw. generative KI im sprachlichen und auch im Foto-Bereich bereits vergleichbare Ergebnisse erzielen, wie es Menschen zu leisten im Stande sind, hat sich ein Team um Forschende von der Kognitions- und Gehirnforschungsgruppe an der Universität von Barcelona daran gemacht, die Fähigkeiten von KI-Systemen bei visuell-kreativen Aufgaben zu untersuchen. Wie es um die Möglichkeiten von generativer KI bestellt ist, mehr oder weniger erfindungs- bzw. einfallsreiche Zeichnungen zu erstellen, sei nämlich bisher wenig untersucht worden, schreibt das Team um die Erstautorin der Studie, Silvia Rondini, und Co-Studienleiter Xim Cerdá-Company. Mitbeteiligt waren mit Paula Angermair Barkai und Matthew Pelowski auch u.a. an der Fakultät für Psychologie an der Universität Wien tätige Wissenschafter.