Sophie H. (54) hat lange geschwiegen. Zu lange, wie sie heute weiß. Am vergangenen Sonntag ging sie via „Krone“ an die Öffentlichkeit und berichtete über den Vorfall, der sie tief traumatisiert hatte: „Ich habe mich schrecklich geniert und konnte viele Jahrzehnte nicht darüber sprechen. Ich habe das verdrängt. Die Scham über das Erlebte war zu groß. Man drückt das weg. Man versucht, es aus seinem Leben zu verbannen.“ Heute möchte sie alle Frauen ermutigen, über die Hürde des eigenen Schamgefühls zu springen: „Ich habe nichts Falsches getan, ich muss mich weder fürchten noch schämen.“ Und sie rät dringend, sich früher Hilfe zu holen, damit Gerechtigkeit möglich wird.