„Euphoria“ Staffel 3 ist ab dem 13. April auf HBO Max zu sehen
2026 stellt ein recht umtriebiges Jahr in der Karriere von Zendaya dar: „Das Drama“, „Euphoria“ Staffel 3, Christopher Nolans „Die Odyssee“, „Spider-Man: Brand New Day“ und „Dune: Part Three“ stehen in den Startlöchern. Um ihr kindlichen Äußeres zu kaschieren bedient sich die junge Schauspielerin dabei Rollen, die vor allem als Frau eigentlich nicht empfehlenswert sind.
2026 – Das ultimative Zendaya-Jahr
Nach zwei Jahren Leinwandpause kehrt Zendaya Maree Stoermer Coleman mit einer Wucht zurück, die ihresgleichen sucht. Ihr Terminkalender für 2026 liest sich wie eine Best-of-Liste Hollywoods:
„Das Drama – Noch einmal auf Anfang“: Kinostart am 2. April.
„Euphoria“ Staffel 3: Release am 13. April auf HBO Max.
„Spider-Man: Brand New Day“: Fortsetzung der MCU-Saga.
„Dune: Part Three“: Geplanter Kinostart am 18. Dezember.
„Die Odyssee“: Zusammenarbeit mit Meisterregisseur Christopher Nolan.
Nach zwei Jahren Leinwand-Abstinenz erscheint Zendaya, an der Seite von Robert Pattinson, mit „Das Drama – Noch einmal auf Anfang“ am 2. April in den deutschen Kinos.
„Das Drama – Trailer (deutsch/german; FSK 12) – Ab 02.04. im Kino“ von YouTube anzeigen
Angefangen im zarten Alter von 10 Jahren hat Zendaya Maree Stoermer Coleman – geboren in Oakland, Kalifornien – bereits als Hip-Hop Backround-Tänzerin angefangen. Nach einem Casting wurde sie, zusammen mit Bella Thorne, für die Disney-Serie „Shake It Up – Tanzen ist alles“ (2010-2013) ausgewählt. Seit dem Ende der Show kurbelte sie eine Karriere als Solo-Sängerin an. Ihr eigens von dem Musikkanal Vevo produziertes Musikvideo zu dem Song „Replay“ von 2013 zählt mittlerweile um die 231 Millionen Aufrufe.
Am Ende aber entschied sie sich endgültig für das Medium Film. Die Disney-Produktion „Ferngesteuert“ (2014) und die anschließende Comedy-Serie „K.C. Undercover“ (2015-2018) brachten ihr die ersten alleinigen Hauptrollen. Schließlich gelang Zendaya der Durchbruch auf der großen Leinwand in den Ensemblebesetzungen von „Greatest Showman“ und „Spider-Man: Homecoming“ im Jahr 2017.
Immer noch die beste MJ; Bild: Zendaya, „Spider-Man: Homecoming“ (2017)
Slay the Princess!
In ihrer Rolle als ewig gut gelaunte Disney-TV-Prinzessin gesättigt, trieb es die junge Schauspielerin direkt in die Arme von barschen Figuren, die nicht danach streben, sich allzu beliebt zu machen. Bereits als struppig-rabiate MJ [Michelle Jones], in der Tom Holland „Spider-Man“- Reihe, zeigt sie als abweisende Einzelgängerin alles andere als eine glatte Fassade. Die spröde Mitschülerin ist im ersten Teil „Homecoming“ noch ein witziger Side-Charakter, erst mit dem zweiten Teil steigt MJ zum Love Interest für den Helden auf. Ihre Affinität für den Bereich der Comedy brachte sie dabei mit an die Filmsets. Die Idee Andrew Garfield in „Spider-Man: No Way Home“ (2021) mit Brötchen zu bewerfen, kam beispielsweise von ihr.
Unter der Feder von Sam Levinson gewähren uns die Figuren von Zendaya in der Serie „Euphoria“ (2019-2026) und im Spielfilm „Malcolm & Marie“ (2021) sehr private Einblicke auf das abgeschminkte Dasein als Frau, ob nun in der Badewanne oder auch auf der Toilette. Als ehemalige drogenabhängige Rue Bennett, kämpft Zendaya in „Euphoria“ gegen ihren Rückfall. Filmemacher Levinson verarbeitet mit der Serie seine einstige Drogensucht auf kreative Weise. Es war Rues 20minütiger Wutanfall zu Beginn der fünften Episode in der 2. Staffel „Euphoria“, der Zendaya ihr den zweiten Emmy brachte. Jene Staffel befindet sich noch immer auf Platz 4 der erfolgreichsten HBO-Serien aller Zeiten. Die dritte Season wird bei uns ab dem 13. April auf HBO Max veröffentlicht.
Szenen einer Ehe … in Schwarz-Weiß
In der Corona-Zeit drehte Frau Coleman mit John David Washington den „Euphoria“- Ersatz „Malcolm & Marie“, wo sie eine streitsüchtige Partnerin mimt, die lautstark ihren Respekt einfordert. Die Geschichte handelt vom klassischen Thema des Künstler und seiner Inspiration. Mehr als eine Muse, dient Marie dem selbstgefälligem Malcolm, in der Rolle der Lebenspartnerin, als eine Stütze im Leben, die er bisher zu unrecht missachtet hat.
Zendayas erwachsene Figuren sind konstant angriffslustig und erschöpft. Währenddessen denkt sich Malcolm (John David Washington): »Ich bin eigentlich komplett der Typ Mann, den sich der Feminismus schon immer gewünscht hat.« Vielleicht finden Sie ja den Zusammenhang; Bild: „Malcolm & Marie“ (2021)
Zwischen den Erwartungen
Basierend auf dem Erfolg von „Euphoria“ verkörpert Zendaya in „Challengers – Rivalen“ (2024) von Regisseur Luca Guadagnino und Autor Justin Kuritzkes die fanatische Tennis-Ikone Tashi Donaldson. Jene beginnt eine Affäre zwischen den zwei Freunden Art (Mike Faist) und Patrick (Josh O’Connor), die über einige Jahre hinweg führt. Dabei steht die Frage, für wen sich Tashi wann und wo entscheidet, während des gesamten Films im Raum. Beide Männerfiguren stehen in ihrer Symboltracht für zwei verschiedene Lebensstile. Die anschließende Affäre wird als eine Art Katharsis am Ende aufgelöst und greift außerdem ein Stigma auf, dass auch zurechnungsfähige Frauen auf der Leinwand eine außereheliche Affäre haben können. Nichtsdestotrotz spielt die Story mit Tashis Loyalität zu ihrem Ehemann und deswegen ebenso mit den Erwartungen des Publikums.
„Challengers – Rivalen“ wurde unter anderem von der Produktionsfirma seiner eigenen Hauptdarstellerin – die ‚why are you acting? Productions‘ Company – mitfinanziert. Der Name basiert auf einer rhetorischen Frage von Sam Levinson während des Drehs von „Malcolm & Marie“. Laut LinkedIn fördert die Filmfirma besonders weibliche Filmemacherinnen.
Die Frau als Heilsfigur; Bild:“Challengers – Rivalen“ (2024)
Why are you acting? [Warum verstellst du dich?]
Eine Sache im Privaten: Von Filmen jedenfalls scheint Zendaya recht viel verstehen, nennt sie „Prisoners“ von Denis Villeneuve und „Interstellar“ von Christopher Nolan als zwei ihrer Lieblingsfilme. Bei „Interstellar“ ist die Wahl nur natürlich; „Prisoners“ jedoch ist als einer der besten Kino-Krimis aller Zeiten ein glatter Geheimtipp, welcher im Vorfeld zu „Arrival“ und „Sicario“ erschien. Und auch bevor Villeneuve mit dem „Blade Runner“- Sequel und „Dune“ bei der breiten Masse berühmt wurde.
Für ihre zuweilen recht androgynen Darbietung in „Euphoria“ hat Zendaya bereits zwei Emmys und einen Golden Globe errungen und wurde für „Challengers“ zudem für einen weiteren Globe nominiert.
Zendaya als ‚Future Human‘ unter der Regie von Denis Villeneuve für ein Fotoshooting des Fashion-Blatts W Magazine
Beziehungsstress
Auffallend ist die Gewichtung, die Frau Coleman auf ihre Rollenauswahl legt, in Bezug auf Beziehungsthemen und deren zerstörerische Auswirkungen. Zendayas Charaktere scheinen stets in einer dysfunktionalen Beziehung mit ihrem Partner zu stehen. Ob nun Tashi in „Challengers“ oder auch Chani aus dem „Dune“- Franchise. Jene wird am Ende von „Dune: Part Two“ von Paul Atreides durch Princessin Irulan (Florence Pugh) ersetzt und findet in „Dune: Part Three“ nur noch ihren Platz als Pauls legale Konkubine. „Dune: Part Three“ wird voraussichtlich am 18. Dezember veröffentlicht.
Don’t hate the player, Babe, hate the game! Aber Paul … jetzt mal von Mann zu Mann. Wenn deine Ex dich ständig so anschaut und noch dazu mit einem Raketenwerfer umgehen kann, würde ich mich, zwecks einer geplanten Hintergehung, schon stark zurückhalten. Just saying!; Bild: Trailer zu „Dune: Part Three“ (2026)
Die biologische Frau
Der Trailer von „Das Drama“ von Kristoffer Borgli jedenfalls verspricht wieder eine widersprüchliche Rolle der mittlerweile gestandenen Schauspielerin zu werden. Im Film geht es erneut um eine Beziehung, die sehr toxische Züge annimmt. In der Figur der Emma scheint Zendaya ein übles Geheimnis mit sich herumzuschleppen. Das Kontroverse ihrer Charaktere hält sie also am Leben. Wie die ersten Bilder zeigen, wird es auch hier eine Messer-Szene geben. Dies war in „Malcolm & Marie“ bereits der Fall. Eine ähnliche Verbindung tritt bei einer weiteren Szene hervor, in der sich ihr Figur übergeben soll – „Euphoria“ lässt grüßen. Talk Show Host Jimmy Kimmel bemerkt dabei treffend in seiner Show, ob dies eine Sache ist, die bei der Auswahl ihrer Charaktere eine Rolle spielt. Intime Toiletten-Szenen gehören ebenso recht oft zu ihrem Repertoire.
Dieser Vergleich zeigt wunderbar, dass in der Schauspiel-Karriere von Frau Coleman – als Kontrastprogramm zu ihrer Mode-Besessenheit –, Frauen als biologische Figuren im Vordergrund stehen. Das Unschöne ist und bleibt ein Teil der Verkörperungen von Zendaya. Dahinter ist ein eindeutiger Wunsch zu verzeichnen, Frauenfiguren auch von einer natürlichen, biologischen Seite zu zeigen.
Schon krass, was 8 Jahre Disney aus einem machen …; Bild: „Euphoria“ Staffel 2 (2022)
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