Wortgottesdienste mit Kommunionausteilung können nach den Worten des Kölner Kardinals Rainer Maria Woelki die Eucharistiefeier am Sonntag nicht ersetzen. In seiner Predigt zur Chrisammesse betonte Woelki am Montag die zentrale Bedeutung der Eucharistie für Priester und Kirche.
Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki sieht die Kirche in der Pflicht, sich in gesellschaftliche und politische Debatten einzubringen. „Dabei ist sie nicht Partei. Auch nicht …
Die tägliche Feier der Messe sei „konstitutiv für unser priesterliches Sein und Wirken“ und geistlich „geradezu überlebenswichtig“. Die Eucharistie sei Quelle und Höhepunkt des kirchlichen Lebens und nicht austauschbar.
Schwächung des eucharistischen Verständnisses
Zugleich äußerte der Kardinal große Sorge über aktuelle Entwicklungen in Gemeinden. Immer häufiger würden Wortgottesdienste „oftmals mit Austeilung der Kommunion“ an die Stelle der Eucharistiefeier treten. Dies führe zu einer Schwächung des eucharistischen Verständnisses und habe konkrete Folgen für das Glaubensleben. „Das, liebe Mitbrüder, ist nicht mehr katholisch und ich bitte Sie eindringlich, dem von Anfang an entgegenzuwirken!“
Woelki rief die Priester seines Erzbistums auf, die Bedeutung der Eucharistie zu stärken und ihre zentrale Rolle für die Kirche zu bewahren. Sie bilde den unverzichtbaren Mittelpunkt des kirchlichen Lebens.
(kna – skr)