Pathirana: Wir machen schon auch neue Themen auf, etwa zur Bauindustrie oder den Lieferketten – aber im Grunde haben Sie recht: Dass 2026 die Themen die gleichen sind wie 1982, ist tatsächlich ein Armutszeugnis. Der neue Bericht des Club of Rome “Earth for all” wiederholt ebenfalls das, was er 50 Jahre zuvor vorhergesagt hat, zeigt aber auch genau, wie wir es lösen können. Wir müssen uns jetzt bewegen! Jetzt ist die Zeit, zu handeln – nicht nur, damit wir nicht in 50 Jahren das Gleiche noch einmal zeigen müssen (lacht). Aber auch wenn wir keine Straßenblockaden machen, nutzen wir ja in der ganzen Stadt den Öffentlichen Raum mit unseren Kunstprojekten – nicht nur am Karlsplatz. Auch wenn es keine klassische Demo ist, kann man das schon als Aktivismus wahrnehmen. Bei “Making Spaces” geht es darum, Orte neu zu denken. Da wird etwa eine Tankstelle zum Schauplatz künstlerischer Forschung oder der Donaukanal für eine Schwimminsel genutzt. Wir wollen ja überhaupt die Donau zur Bürgerin der Stadt ernennen.