James Bond ist kein Profikiller, der seinen Feinden auflauert. Deshalb wird sich „007 First Light“ auch deutlich schneller spielen, als die „Hitman“-Spiele. Wie genau der „Vorwärtsdrang“ des Geheimagenten das Gameplay bestimmen soll, erklärten die Entwickler von IO Interactive jetzt in einem neuen Interview.
Mit „007 First Light“ verhilft das Entwicklerstudio IO Interactive, das hauptsächlich für das „Hitman“-Franchise bekannt ist, dem wohl berühmtesten Geheimagenten der Welt nach über einem Jahrzehnt zu seinem großen Videospiel-Comeback.
Und damit wird man auch die Pfade von Agent 47 verlassen, wie die Macher zuletzt mehrfach betont haben. Denn während der glatzköpfige Auftragskiller eher als geduldiger Beobachter agiert, ist James Bond ein Charakter, der oft improvisieren muss – und das nicht selten unter Hochdruck.
Genau das soll sich auch im Gameplay von „007 First Light“ widerspiegeln, wie Gameplay Director Andreas Krogh jetzt im aktuellen Cover-Story-Interview mit dem Game Informer (via GamingBolt) erläuterte. Das Zauberwort der Entwickler: „Forward Momentum“, also der stetige Drang nach vorn.
Bond denkt nicht zu viel nach – er handelt
Wie Krogh erklärte, soll sich der Spieler in „007 First Light“ nie zu lange an einem Ort aufhalten. Das Spieltempo soll die Agilität und Geistesgegenwart widerspiegeln, die man aus den Filmen kennt.
„Vorwärtsdrang ist eines dieser Dinge, bei denen wir einfach wollten… Bond ist wirklich ein Charakter, der blitzschnell reagiert, und das wollen wir in alle unsere Mechaniken einfließen lassen, sowohl im Stealth-Bereich als auch im Kampf“, so der Gameplay Director.
Ein interessanter Aspekt ist außerdem auch der Umgang mit Ressourcen. Denn während man in anderen Shooter oftmals auch aus der Deckung agiert, soll „007 First Light“ die Spieler förmlich in die Offensive zwingen.
Krogh erklärt das System wie folgt: „Im Kampf zeigt sich das durch eine Reihe von Features, die die Distanz zum Gegner überbrücken. Ein Teil unseres Nahkampfsystems besteht darin, auf einen Gegner zuzustürmen, aber auch der Fernkampf folgt diesem Prinzip: Okay, man hat vielleicht nicht unendlich Munition für seine Waffen, was bedeutet, dass sie einem irgendwann ausgeht.“
Bedeutet: Wer weiterschießen will, muss sich bewegen. Und so soll das Spiel auch aggressives Vorgehen belohnen und fließende Übergänge zwischen Schusswechsel und Nahkampf ermöglichen.
„Man muss neue Munition aufheben. Wie bekommt man die? Von den Gegnern, die vor einem stehen. Also beweg dich auf sie zu. Nutze deine Fähigkeiten, um die Lücke zu schließen. Entwaffne Feinde. Du bekommst eine neue Waffe. Schieß sie leer, wirf die Waffe nach dem nächsten Gegner. Dann ist er benommen. Es ist einfacher, hinzurennen und ihm seine Waffe abzunehmen oder seine Munition zu nehmen, von dort aus weiterzumachen und mehr zu schießen.“
Stealth mit „Geschwindigkeit“ statt ewigem Warten
Doch Bond wird nicht ununterbrochen wild durch die Gegend ballern. Mitunter muss der Geheimagent auch mit Bedacht vorgehen. Und dass IO Interactive die grundlegenden Stealth-Mechaniken beherrschen, wurde mit „Hitman“ bereits unter Beweis gestellt. Doch mit „007 First Light“ möchte man auch hier neue Wege gehen.
Denn wer hofft, wie in „Hitman“ minutenlang eine Wache zu beobachten, muss umdenken. Die Entwickler wollen nämlich eine gewisse „Geschwindigkeit“ im Gameplay etablieren.
Es geht weniger darum, in Deckung zu verharren, um lange nachzudenken, sondern darum, „[…] Deckung zu finden, um deine Optionen kurz zu sondieren. Sobald du das getan hast, nutzt du eine davon – und wahrscheinlich wird diese eine Situation schaffen, die du für etwas anderes nutzen kannst, um von dort aus direkt weiterzumachen.“
Obendrein soll auch die Interaktion mit der Spielwelt eine große Rolle spielen. Dank der verbesserten Zerstörungs-Engine sollen etwa Explosionen nicht nur optisches Beiwerk sein, sondern auch taktische Vorteile bieten.
Krogh dazu: „Im Grunde steckt es auch in den Interaktionen mit der Umgebung: Wenn du etwas in die Luft jagst, bricht vielleicht etwas zusammen, das dir einen neuen Pfad eröffnet. Wir zeigen dir ständig neue Optionen auf, denn eine Aktion wird dich zu dieser Option führen. Wir versuchen im Grunde in jeder Begegnung sicherzustellen, dass du dich immer vorwärts bewegst.“
Somit scheint sich „007 First Light“ den Aussagen von IO Interactive nach immer mehr zur perfekten Mischung aus der taktischen Tiefe eines „Hitman“ und der Action eines modernen Bond-Films zu entpuppen. Selbst davon überzeugen können sich Spieler ab dem 27. Mai 2026, wenn der Release für die PS5, Xbox Series X/S, Switch 2 sowie den PC erfolgt.
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