Bei Teich- und Aquarienbesitzern ist die Apfelschnecke beliebt, da sie Algen frisst. Allerdings ist laut Pflanzengesundheitsverordnung (EU 2016/2031) in Europa das Halten, Vermehren und der Handel mit den Weichtieren verboten. Dennoch ist es durchaus schon vorgekommen, dass die Tiere auf illegalem Wege an Teich- und Aquarienbesitzer gelangten. Auf diese Weise fanden die Tiere dann ihren Weg in die Natur und somit in die europäischen Gärten.

„Besitzer von Aquarien und Teichen sollten genau hinschauen, welche Schneckenarten in und an ihren Gewässern zu finden sind. Selbst wenn eine dauerhafte Ansiedlung in Deutschland noch unwahrscheinlich ist, können jetzt im Sommer durchaus Apfelschnecken aus ausgeleerten Aquarien in Teichen und anderen Gewässern auftauchen“, warnt Schrader. Wichtig, so die Expertin, sei es zudem, beim Kauf von Wasserpflanzen wie Wassersalat (Pistia spp.) und Hornkraut (Ceratophyllum demersum) zu kontrollieren, ob an Pflanzenteilen Schneckeneier kleben.

Info: Die in Europa heimische Süßwasserschnecke (Viviparus spp.) ähnelt zwar der Apfelschnecke. Sie ist allerdings weniger schädlich.