Peter Pacult blickt ein Jahr nach seinem Aus bei SK Austria Klagenfurt kritisch auf die Entwicklung seines Ex-Klubs zurück – und spart dabei nicht mit deutlichen Worten. „Ich habe nicht mal annähernd das erwartet, was mit der Austria inzwischen passiert ist“, sagt der 66-Jährige und bezeichnet die Situation im Gespräch mit 5min.at als „traurig“, nachdem das Team nach seiner Entlassung sogar abgestiegen ist – obwohl man unter seiner Regie noch in den Top 6 gestanden war.

„Ein Herr Riegler muss sich mal hinterfragen“
Auch seine kurze Zeit beim Wolfsberger AC arbeitet der 66-Jährige auf. Nach nur 31 Tagen im Amt war dort wieder Schluss. Der gebürtige Floridsdorfer sieht die Probleme aber tiefergehend und stellt auch Führungsentscheidungen infrage – etwa den Abgang von Didi Kühbauer:
„Ein Herr Riegler muss sich mal hinterfragen, warum ist Kühbauer mitten in der Saison gegangen?“ Gleichzeitig übernimmt er selbst einen Teil der Verantwortung: „Ich nehme mich nicht aus der Verantwortung, hab selbst aus drei Heimspielen nur einen Punkt gemacht. Aber es hat sich nichts gebessert. Man ist jetzt in der Bredouille!“
Trotz der angespannten Lage im Lavanttal glaubt Pacult nicht an einen Abstieg des WAC: „Nein, das glaube ich nicht, das geht eigentlich nicht.“
Was seine eigene Zukunft betrifft, könnte es bald wieder ein Wiedersehen im TV geben – ein Engagement als Experte bei Sky steht im Raum. Eine Rückkehr auf die Trainerbank schließt er ebenfalls nicht aus, zeigt sich aber realistisch: „Ich bin Realist, da ist eine andere Generation im Kommen.“
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