Take-Two Interactive hat eine interne KI-Einheit aufgelöst und damit einen Strategiewechsel eingeleitet — ausgerechnet in einer Phase, in der die gesamte Branche massiv in künstliche Intelligenz investiert. Gleichzeitig verlässt ein Zugpferd des Unternehmens eine wichtige Distributionsplattform.

Abschied von der Zynga-KI

Das aufgelöste Team war ursprünglich Teil der Zynga-Übernahme, die Take-Two 2022 rund 12,7 Milliarden Dollar gekostet hatte. Die Einheit hatte sieben Jahre lang spezialisierte KI-Werkzeuge für die Spieleentwicklung aufgebaut. Mit der Auflösung verlässt auch Luke Dicken das Unternehmen — er hatte seit Anfang 2025 als Head of AI fungiert.

Das ist bemerkenswert, weil CEO Strauss Zelnick noch öffentlich betont hatte, das Unternehmen „umarme“ generative KI durch Hunderte interner Pilotprogramme. Ob die bisherigen Aufgaben des Teams nun ausgelagert oder intern umverteilt werden, ließ Take-Two offen.

GTA 5 verlässt Xbox Game Pass

Parallel dazu endet am 15. April 2026 die Verfügbarkeit von Grand Theft Auto 5 im Xbox Game Pass — sowohl die Enhanced- als auch die Legacy-Version sowie die PC-Variante. Der Titel war genau ein Jahr zuvor, am 15. April 2025, in den Dienst aufgenommen worden. Der Abgang deutet auf den Ablauf eines befristeten Lizenzvertrags hin.

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Branchenweiter Stellenabbau als Hintergrund

Die Personalmaßnahme bei Take-Two reiht sich in einen breiteren Trend ein. Seit Jahresbeginn 2026 haben mehr als 75 Technologieunternehmen rund 41.500 Stellen gestrichen — darunter auch Schwergewichte wie Oracle und Amazon, die Kapital in Richtung KI-Infrastruktur umschichten.

Die Gaming-Branche selbst zeigt dabei ein widersprüchliches Bild: Der globale Spielemarkt wuchs 2025 um fünf Prozent auf 195,6 Milliarden Dollar. Xbox-Hardware brach im letzten Quartal 2025 jedoch um 32 Prozent ein, und die Produktionskosten für AAA-Titel steigen weiter.

Die Take-Two-Aktie notiert aktuell rund 14 Prozent unterhalb ihres 200-Tage-Durchschnitts — der Kurs spiegelt damit die anhaltende Unsicherheit rund um das Unternehmen wider, das seinen großen Hoffnungsträger GTA VI noch vor sich hat.

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