Segel-Olympiasiegerin Lara Vadlau ist knapp fünf Monate nach einer Knieoperation wieder bei einer Regatta dabei, freilich als Zuschauerin. Jedenfalls ließ es sich die Kärntnerin nicht nehmen, nach Mallorca zur laufenden „Trofeo Princesa Sofia“ zu reisen, dem Auftakt der Grand-Slam-Serie. Dort tauscht sie sich mit ihrem mit einem Spanier trainierenden 470er-Vorschoter Niklas Haberl aus. Vadlau arbeitet indes am Comeback, der Zeitpunkt ihrer Rückkehr in den Wettkampf ist offen.
Lieber wäre der seit Sonntag 32-Jährigen früher als später: „Ich vermisse das Meer, meine Freunde und den gesamten Segel-Zirkus so sehr.“ Den Aufenthalt nutzt Vadlau gezielt für ihre Rehabilitation. „Ich verbinde das hier mit meiner Reha und genieße das Rad-Paradies Mallorca. Jetzt schaue ich, wie das mit meinem Knie funktioniert.“ Geplant ist ein mehrwöchiger Aufenthalt. Vadlau ist nach August auch im November am rechten Knie operiert worden, als vorher entnommene Knorpelzellen wieder eingesetzt wurden. Auch das vordere Kreuzband und der Meniskus wurden gerichtet.
Ihr Fokus liege aktuell auf dem körperlichen Aufbau: „Ich konzentriere mich zu hundert Prozent auf mein Knie. In dieser Phase geht es vor allem um Muskelaufbau.“ Der Fortschritt ist freilich nur ein allmählicher. „Ich kann noch nicht wirklich viel Gewicht verwenden und habe bei fast jeder Kniebeuge Schmerzen – aber das wird schon. Bei der Beugung bin ich aktuell bei etwa 120 Grad.“ Neben gezieltem Training im Kraftraum setzt Vadlau auf Ausdaueraufbau: „Ich radle viel am Ergometer und möchte hier auf Mallorca auch wieder auf das Straßenrad steigen.“
(APA)
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